49 Millionen Franken teure Umfahrungsstrasse bei Wil geplant

Teaserbild-Quelle: Kanton St. Gallen

In Wil ist die Linienführung einer neue Umfahrungsstrasse festgelegt worden, die Quartiere entlasten und Nachbargemeinden einen besseren Autobahn-Zugang ermöglichen soll. Das 49-Millionen-Projekt ist Voraussetzung für das Entwicklungsgebiet Wil West. 

Mit der sogenannten «Netzergänzung Nord» entstehe eine wichtige Verkehrsverbindung am Stadtrand von Wil zwischen Bronschhofen, der ebenfalls geplanten Dreibrunnenallee und dem neuen Autobahnanschluss Wil West, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung des Kantons und der Stadt Wil vom Mittwoch. 

Zwei Kilometer lange Umfahrungsstrasse

Der Kanton wird nun das konkrete Bauprojekt erarbeiten, das er 2022 der Stadt Wil vorlegen will. 2023 soll dann der Kantonsrat über das Vorhaben beraten. Konkret geplant ist eine zwei Kilometer lange Umfahrungsstrasse. 

Eineinhalb Kilometer werden am Rand der Siedlung zwischen der Zürcher- und der AMP-Strasse gebaut. Auf einer Länge von einem halben Kilometer wird danach die bestehende AMP-Strasse bis zum Knoten Hauptstrasse und von dort in Richtung Norden geführt.

Für den Fuss- und Veloverkehr sind Übergänge geplant. Um das Landschaftsbild zu schützen, wird die neue Strasse auf einer Länge von 300 Metern überdeckt. Der heute eingedolte Dreibrunnenbach soll freigelegt werden.

Voraussetzung für Wil West

Die Kosten werden auf rund 49 Millionen Franken geschätzt. Den grössten Teil trägt der Kanton St.Gallen. Gerechnet wird mit Bundesbeiträgen von 35 Prozent. Die Stadt Wil soll sich an den Ausgaben für die Überdeckung beteiligen. Die genaue Aufteilung der Kosten wird aber erst im weiteren Projektverlauf erarbeitet.

Die Netzergänzung Nord ist Teil der Standortentwicklung Wil West. Die Kantone Thurgau und St. Gallen sowie 22 Gemeinden der Regio Wil wollen in Münchwilen und Sirnach/Gloten auf einer Fläche von rund 20 Hektaren bis zu 3000 neue Arbeitsplätze schaffen. (sda/pb)