Wohnateliers in Basel: Das Haus ohne Heizung

Wohnateliers in Basel: Das Haus ohne Heizung

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Der Architekt Heinrich Degelo hat mit dem kürzlich eröffneten Wohnatelierhaus in der Erlenmatt Ost in Basel gleich zwei eigentlich undenkbare Dinge auf einmal geschafft. Denn das Gebäude kommt ohne Heizung aus und der Mietpreis beträgt nur zehn Franken pro Quadratmeter und Monat. 

Die schwierigen Projekte reizen mich immer», meint der Architekt Heinrich Degelo. Dass dies keine leere Floskel ist, hat er schon mit diversen Projekten wie dem Basler Messeturm, dem Kunstmuseum Liechtenstein, der Universitätsbibliothek im badischen Freiburg, der Renovation der St. Jakobshalle oder der Modernisierung des Davoser Kongresszentrums bewiesen. Doch beim am Anfang März eröffneten Wohnatelierhaus in der Erlenmatt Ost unweit des Badischen Bahnhofs in Basel war die Herausforderung nicht unbedingt eine architektonische. Denn von aussen wirkt das Gebäude – abgesehen von der verspielten Holzbalustrade – eher unspektakulär. Aber das Gebäude hat es im wahrsten Sinn des Wortes in sich.

Einerseits handelt es sich nämlich um das erste Gebäude der Schweiz, das komplett ohne Heizung auskommt und während des ganzen Jahrs über eine angenehme Temperatur verfügt. Andererseits hat sich Degelo vorgenommen, etwas gegen die ständig steigenden Mietpreise zu tun. «Heute können sich nicht mehr alle Wohnraum leisten. Dieses Problem können wir allerdings nicht nur den Kommunen und der Öffentlichkeit überlassen, sondern auch wir als Architekten müssen eine Antwort darauf haben», so Degelo. Deshalb hat er ein neuartiges Wohnbaukonzept entwickelt und dafür die Genossenschaft Homebase gegründet. Das Konzept sieht vor, Wohn- und Arbeitsflächen für rund die Hälfte des durchschnittlichen Mietpreises anzubieten. Das Wohnatelierhaus in der Erlenmatt ist dafür der erste Prototyp.

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