Wakkerpreis geht in den Aargau: Heimatschutz ehrt Baden

Teaserbild-Quelle: Pierre Marmy/Schweizer Heimatschutz
Wakkerpreis für Baden

Heuer geht der Wakkerpreis in den Aargau: Der Schweizer Heimatschutz ehrt damit die Stadt Baden. Sie habe mit klugen Investitionen in öffentliche Freiräume Lebensqualität zurück gewonnen.

Baden Panorama.
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Johannes Menzel, eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Wikimedia

Blick auf die Altstadt von Baden.

Die Altstadt von Baden ist seit jeher ein Verkehrsknotenpunkt. Was einst ein Standortvorteil war, habe der der steigende Autoverkehr ins Gegenteil gekehrt, schreibt der Schweizer Heimatschutz. So ist der Schulhausplatz am Rand der Altstadt mit täglich 50'000 Fahrten ist eine der schweizweit dichtest befahrenen Kreuzungen. Während man bei der Stadt Baden die kantonale und nationale Verkehrsplanung nur sehr beschränkt beeinflussen kann, hat man dennoch ob der Verkehrsbelastung nicht resigniert: Über viele Jahre hinweg hat Baden seither konstant und beharrlich in die Aufwertung der Plätze und Strassenräume investiert.

„Vorbildiche Siedlungsentwicklung“

Als gute Beispiele erachtet man beim Heimatschutz den 2003 eröffneten Trafoplatz und den geplanten Brown-Boveri-Platz. Damit mache die Stadt deutlich, dass qualitätsvolle Verdichtung nur gelingen könne, wenn die Bevölkerung im Gegenzug hochwertige Freiräume erhalte. Das Bekenntnis der Stadt, in Entwicklungsarealen auch dort zu investieren, wo nicht in erster Linie zusätzliche gewinnbringende Nutzflächen zu erwarten sind, ist laut Heimatschutz „vorbildlich für Siedlungsentwicklungen in der ganzen Schweiz“.

Kurpark in Baden.
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Pierre Marmy/Schweizer Heimatschutz

Der Kurpark, zwischen Bahnhof und Bäderquartier, entstand zur Blütezeit des Kurbetriebes Ende des 19. Jahrhunderts. Heute ist er ein Erholungsraum mit beachtlichem Baumbestand für die gesamte Bevölkerung.

Attraktive Innenstadt und Pärke

Zudem ist der innere Stadtkern mittlerweile autofrei. Die Altstadt zwischen Schlossbergplatz und Schulhausplatz hat sich laut Schweizer Heimatschutz zum lebendigen Arbeits-, Einkaufs- und Wohnort gewandelt. Die sicht- und erlebbaren Qualitäten seien das Resultat einer vorausschauenden Politik, einer kontinuierlichen Planung und dem Willen der Stimmberechtigen Geld für eine attraktive Innenstadt zu sprechen.

Lobende Worte findet der Heimatschutz auch für das Engagement der Stadt für die öffentlichen Freiräume und den respektvollen Umgang mit den historischen Gärten und Pärken. Die kontinuierliche Pflege nach gartendenkmalpflegerischen Vorgaben sorge für deren langfristigen Unterhalt und sichere ein wichtiges Stück Stadtgeschichte.

Die offizielle Preisübergabe findet am 27. Juni im Rahmen einer öffentlichen Feier in Baden statt. (mai/mgt)