10:04 BAUPRAXIS

Raddumper: Ideale Transporter für Baustoffe und Boden

Teaserbild-Quelle: Thwaites

Als geduldige Transporttiere für Schüttgut sind Raddumper nahezu unschlagbar. Exklusiv für die Schweiz oder sogar in der Schweiz gefertigt, laufen sie auf nahezu jeder Baustelle hierzulande zur Bestform auf. In den vergangenen Jahren haben sich am Markt die Marken, Modelle und Zulieferer teilweise deutlich gewandelt.

Raddumper Bergmann

Quelle: paolovaccariello.com

Hutter Baumaschinen vertreibt seit diesem Frühjahr die kräftigen und robusten Raddumper des deutschen Herstellers Bergmann Maschinenbau.

Durchfahrende Reisende und Bauprofis aus Deutschland staunen beim Anblick unserer Strassenbaustellen darüber, dass anstelle der dort nicht wegzudenkenden Radlader hier die Raddumper für den Massentransport auf der Baustelle zuständig sind. Und während dort mit Radladern und Lkws der Stofftransport zur Baustelle hin oder von der Baustelle weg erfolgt, sieht man hierzulande oft genug beladene Raddumper vom Kieswerk über die Strasse zur Baustelle oder zu einem Umschlagplatz fahren.

Das sieht man in Deutschland fast überhaupt nicht. Zum einen brauchen dort nämlich die Chauffeure einen Lkw-Führerausweis, zum anderen braucht das Fahrzeug eine eigene Zulassung und Fahrzeugversicherung. Das macht die Sache kompliziert und teuer. In der Schweiz gelten dagegen Raddumper als sogenannte «Motorkarren». Sie dürfen mit beladener Mulde auf öffentlichen Strassen fahren (zugelassenes Höchsttempo 30 km/h). Das ist Radladern nicht gestattet, die als «Arbeitskarren» gelten und auf öffentlichen Strassen nur mit leerer Schaufel fahren dürfen.

Hier in der Schweiz gehören Raddumper also nahezu unbedingt zum Baustellenbild. Drei bis vier oder viereinhalb Tonnen in der (typischerweise) drehbaren Kippmulde – das waren dabei bisher die gängigsten Nutzlasten. Die Anbieter bemerken aber auch seit einiger Zeit einen spürbaren Trend in Richtung sechs oder sogar neun Tonnen Nutzlast. Das Phänomen wird mit der Einführung der LSVA in Verbindung gebracht, die es für Bauunternehmen und Spediteure schwieriger macht, Baustoffe wirtschaftlich vom Kies- oder Betonwerk zur Baustelle zu befördern oder von der Baustelle zum Umschlagplatz oder zur Deponie.

Gerade in der kleinräumig strukturierten Schweiz lohnt es sich deshalb inzwischen nochmals weitaus häufiger als früher, Sand und Kies, Boden und Beton mit dem betriebseigenen Raddumper über recht grosse Distanzen zu befördern – denn für diese Transportmittel wird lediglich die günstige und pauschal berechnete PSVA fällig. Mit grösseren Nutzlasten und Abnahmemengen beim Kies- oder Betonwerk können Bauunternehmen zudem den Mindestmengenzuschlag einsparen. 

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