Qualitätsüberwachung im Asphaltstrassenbau

Teaserbild-Quelle: Joachim Zeitner
Monitoring im Asphaltstrassenbau

Anfang Juli endete mit «QUASt» ein ehrgeiziges deutsches Forschungs- und Entwicklungsprojekt im Strassenbau. Dank Sensortechnik, die alle wesentlichen Parameter eines Asphaltbelags bereits während des Einbaus erfasst, kann der Bautrupp bei Abweichungen sofort eingreifen. Digital mit der gesamten Prozesskette vernetzte Fertiger und Walzen erhöhen die Belagsqualität. Auch die Schweizer Industrie zeigt Interesse an diesen neuen Ansätzen zur Qualitätsüberwachung im Asphaltstrassenbau.

Wenn ein Asphaltbelag nicht stimmt – lag es am Mischgut, am Zulieferer oder an den Strassenbaumaschinen? Bohlenmann und Walzenfahrer im Asphaltbautrupp brauchen heute noch ein sehr gutes Bauchgefühl und viel Erfahrung, um einen Strassenbelag gemäss den Planvorgaben herzustellen. Nachträgliche Korrekturen sind kostspielig. Es bringt also Vorteile, wenn man Breite, Dicke und Querprofil sowie Ebenheit und Verdichtungsgrad – also die fünf massgeblichen Parameter eines Asphalt­belages – bereits während des Mischguteinbaus durch geeignete Sensorik an der Fertigerbohle und der Verdichtungsmaschine prüfen kann. 

Bislang ist dies erst nach der Fertigstellung des Belags möglich. Dabei liegen die Vorteile frühzeitig verwertbarer Informationen auf der Hand: Solange der Belag noch nicht vollständig verdichtet und erkaltet ist, können Fertiger- und Walzenfahrer noch korrigierend eingreifen. So werden Fehler am Belag verringert oder ganz vermieden, das Bauunternehmen muss daher auch weniger Abschläge befürchten.

Darum und um noch einiges mehr ging es beim deutschen Industrieprojekt «QUASt – Neue Ansätze zur Qualitätsüberwachung im Asphaltstrassenbau», welches durch die Bundesanstalt für Strassenwesen (BASt, Köln) gefördert wurde. Darin hatten sich die Industriebetriebe AndroTec, Bomag und Moba, die Strabag-Forschungstochter TPA sowie die Hochschulen RWTH Aachen und Technische Hochschule Köln zusammengefunden.

Das Forschungsprojekt QUASt verlief in zeitlicher und logischer Folge zum – ebenfalls von der deutschen BASt geförderten – Vorgängerprojekt PAST (Prozesssicherer Automatisierter Strassenbau), in dem mehrere Hochschulen und Indus­triepartner neue Impulse für die Schliessung der Transport- und Einbaukette von Asphalt fanden. Eine konstante Zusammensetzung und Temperatur des Mischguts sowie eine Konstanz beim Einbau, so eine der wichtigen Erkenntnisse von PAST, sind entscheidende Voraussetzungen für eine hohe spätere Belagsqualität.

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