Projekt «Stadtklang» der Hochschule Luzern: Leiser ist nicht immer besser

Teaserbild-Quelle: Franca Pedrazzetti / HSLU

Für die Lebensqualität einer Wohnung sind die Geräusche in der Umgebung genauso wichtig wie die optische Gestaltung der Gebäude. Experten der Hochschule Luzern haben deshalb die Klangqualitäten von Innenhöfen verschiedener Überbauungen untersucht. Ziel war herauszufinden, wie die Qualität des Stadtklangs effizient verbessert werden kann. 

Wie wohl sich Menschen an ihrem Wohnort fühlen, hat nicht nur mit Design und Spielplätzen zu tun, sondern auch mit der Klangqualität des Umfelds. Ist es im Hof oder in benachbarten Wohnungen zu laut oder stören Gespräche und Geräusche, mindert das die Zufriedenheit der Bewohner. Aber für Architekten ist die Auseinandersetzung mit dem Klang einer Überbauung ungewohnt.

«Das Wissen, wie man den Aussenraum eines Gebäudes akustisch gestaltet, ist fast verloren gegangen», sagt Ulrike Sturm, Leiterin des Projekts «Stadtklang – Aktivierung von Klangraumqualitäten urbaner Aussenräume». «Vielleicht auch, weil es ein komplexes Thema ist; die vielen Elemente, die da hineinspielen, sind schwierig zu erfassen.» Es brauche deshalb planerische und gestalterische Überlegungen, um – über den Lärmschutz hinaus – die Klangqualität urbaner Gebiete zu verbessern.

Das Projekt fragt deshalb auch danach, wie die Thematik bereits in die Planung integriert werden kann. Das Problem wird zunehmen: Wenn verdichtet gebaut wird, verstärken sich auch die Geräusche in Aussenräumen. Deshalb unterstützte die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung Innosuisse das Projekt «Stadtklang». Experten aus Architektur, Städtebau, Stadt- und Landschaftsplanung, Baustoffkunde, Akustik und Sozialwissenschaften untersuchten darin gemeinsam die akustischen Qualitäten städtischer Innenhöfe.

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