Nachwachsender Baustoff: Mit Holz in die Höhe

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Hochhäuser aus Holz sind in. Zurzeit entsteht «Arbo», mit 60 Metern das erste und höchste Holzhochhaus der Schweiz, das aber bald vom 80 Meter hohen «Pi» abgelöst werden soll. In Tokio plant man sogar ein 350 Meter hohes Gebäude, das zu 90 Prozent aus dem nachwachsenden Material bestehen soll.

Mit der wachsenden Bevölkerung steigt auch die Notwendigkeit der baulichen Verdichtung, nicht nur in der Schweiz. Eines der wichtigsten Elemente des verdichteten Bauens ist wiederum das Hochhaus, das heute meistens aus Stahlbeton errichtet wird. Beton aber hat zwei grosse Nachteile: Zum einen besteht er bis zu drei Vierteln aus Sand, dessen Vorräte weltweit knapp werden und dessen Gewinnung zu grossen Umweltschäden führt. Zum anderen ist die Kohlendioxid-Bilanz des Betons sehr schlecht, da der Zement, ein integraler Bestandteil, bei Temperaturen von 1500 Grad Celsius gebrannt werden muss, und inzwischen als heimlicher Klimakiller gilt.

Vier Milliarden Tonnen Zement

Tatsächlich ist die Zementproduktion für nicht weniger als 8 Prozent der jährlichen CO2-Emissionen verantwortlich, das ist mehr als der gesamte weltweite Flugverkehr ausstösst. 2017 wurden rund 4 Milliarden Tonnen Zement produziert, bis ins Jahr 2030 sollen es sogar 4,8 Milliarden Tonnen sein, da der Bauboom in China, Südostasien und den Subsahara-Ländern Afrikas anhalten wird. Gefragt sind also alternative Baustoffe mit einer besseren Umweltbilanz, um nachhaltige Hochhäuser möglich zu machen.

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Freier Mitarbeiter für das Baublatt.