Mit Strassenbelag CO2-Ausstoss senken

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Mit Strassenbelag C02-Ausstoss senken

Fahren Trucks über Asphalt, drücken sie zahllose winzige Dellen in den Strassenbelag. Der Effekt einer solch unebenen Fahrbahn: Die Fahrzeuge, die auf ihr unterwegs sind, verbrauchen mehr Energie, der CO2-Ausstoss nimmt zu. Steifere Beläge könnten den Schwerverkehr ökologischer machen.

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Trucks drücken zahllose winzige Dellen in den Asphalt.

„Gehen wir als Menschen über Strassen, erscheint der Belag völlig starr. Er reagiert nicht“, erklärt Randolph Kirchain, Materialforscher am MIT. „Bei einem schweren Truck ist das hingegen nicht der Fall.“ Mit seinem Gewicht drückt er eine kleine Vertiefung in der Oberfläche. Auf diese Weise fährt der LKW gewissermassen immer ein wenig bergauf - und muss dafür etwas zusätzliche Energie aufwenden. Die Folge: Der CO2-Ausstoss nimmt zu. Weniger stark verformbare, steifere Belägen könnten laut Kirchain solche Auswirkungen minimieren, gleichzeitig liesse sich der CO2-Ausstoss des Schwerverkehrs senken.

Kunstfasern und Beton auf der Strasse

Gemäss Studie ist die Herstellung von steiferem, formstabilem Asphalt relativ kostengünstig: Die Wissenschaftler schlagen vor, dem Asphalt etwa ein Promille günstiger Kunstfasern oder Kohlenstoff-Nanoröhren beizumischen. Dem Asphalts könnte aber auch mehr Gestein in der entsprechenden Körnung und weniger Bindemittel beigefügt werden - sofern vor Ort hochwertige Rohstoffe vorhanden sind. Z

udem verweisen Kirchain und seine Kollegen darauf, dass teurere Betonoberflächen von vornherein fester sind und weniger auf Hitze regieren. Vor allem in wärmerem Klima böten sie das bessere Material für effizient befahrbare Strassen sind.

Kleine, grosse Auswirkungen

Auch wenn sich ein formstabiler Strassenbelag die Treibstoffeffizienz nur minim erhöht – hat dies dennoch grosse Auswirkungen: Würden in den USA jedes Jahr zehn Prozent der Strassenoberflächen verbessert, könnten laut den Forschern in den nächsten 50 Jahren 440 Megatonnen an Treibhausgasen eingespart werden. Das wären immerhin 0,5 Prozent des Ausstosses im gesamten Transportsektor. (mai)