08:04 BAUPRAXIS

Migros Zürich hat die längste Indoor-Hängebrücke der Schweiz

Teaserbild-Quelle: Werknetz Architektur AG

Seit Anfang April steht in der Migros an der Zürcher Europaallee die längste Indoor-Hängebrücke der Schweiz. Das urbane Treffpunkt-Konzept «Bridge» der Migros Genossenschaft Zürich soll die Brücke zwischen Menschen und Genuss bilden.

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Quelle: Werknetz Architektur AG

Das neue urbane Treffpunkt-Konzept "Bridge" der Migros Genossenschaft Zürich öffnete an der Europaallee.

Die Werknetz Architektur AG hatte von der Migros Genossenschaft Zürich den Auftrag erhalten, die namensgebende Brücke zu entwickeln. Damit steht inmitten der Stadt Zürich die längste Indoor-Hängebrücke der Schweiz. Mit rund 26 Metern Länge bildet die Brücke das Herz des neuen Treffpunkts für Genussmenschen in der Zürcher Europaallee: Sie soll die reale Konkretisierung der emotionalen Verbindung zwischen Menschen und Essen darstellen. 

«Wir wollten das neue Treffpunkt-Konzept nicht nur im Namen widerspiegeln, sondern real erlebbar machen. Wir sind froh, mit Werknetz einen Partner gefunden zu haben, der die Brücke als unser Herzstück in seiner ganzen Ästhetik konzipieren und zu einem Erlebnis verwirklichen konnte», so Dave Böhler, Geschäftsführer von «Bridge».

Transferraum stiftet Identität und Orientierung

Die Brücke repräsentiert die Marke nach aussen und stiftet gleichzeitig Identität nach innen. Sie ist das geprägte Zentrum und Ort der Kommunikation, des Austausches und des Genusses dank integrierter Bar auf der Brücke, wie das Architekturbüro in einem Communiqué schreibt. In diesem Transferraum entfalte sich die Raumidee als komplexes räumliches System und strukturiere die Food- und Markthalle. 

Eine Studententreppe zur Brücke lädt mit Aussicht aufs Gleisfeld zum Verweilen ein, während zwei Expresszugänge – Lift und Direkttreppe – als direkte Verbindungen den Bewegungsfluss in der Halle führen. Für die Besucher soll der Transferraum mit der Brücke ein architektonischer Höhepunkt sowie Erschliessungs- und Erlebnisraum sein.

Erlebnisraum in der Höhe gemeinsam entwickelt

Das Ziel war von Beginn an, einen Erlebnisraum in der Höhe zu schaffen, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Im Entwurfsprozess mit der Genossenschaft Migros Zürich als Bauherrin und dem Ladendesigner Interstore hat sich die Entwicklung einer Hängebrücke als Aufenthalts- und Erlebnisraum durchgesetzt. Dank der virtuellen Variantenbeurteilung in sogenannten VR-Sessions konnte die Brücke erlebbar gemacht werden.

Der Ausdruck der Hängebrücke wird zusätzlich verstärkt durch den Industrie-Look. Das durchgängig definierte Thema ist gemäss dem Architekturbüro «rough». In der Folge sei Stahlbau in der «Bridge» omnipräsent und zeige sich in all seinen Facetten – geschweisst, geschrubbt und genietet. (cb/mgt)

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