Kulturaustausch: Brückenschlag zwischen zwei Welten

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Vor zwei Jahren wurde in Zürich der Verein «Swiss-Chinese Chamber of Architects and Artists» (SCAA) gegründet, der die beiden Kulturen einander näher bringen will. Heute besitzt der Verein bereits eine Sektion für Studierende und einen Ableger in China selbst. Präsidentin Mulan Sun hat einige Pläne und Träume. 

Nachdem sie ihren Bachelor in Architektur absolviert hatte, wollte Mulan Sun im Ausland weiterstudieren. Wie viele ihrer Landsleute dachte die Chinesin aus Tianjin, einer Hafenstadt im Nordosten des Landes, zuerst an die USA. Doch dann las sie das Buch «Swiss Architects», das ihr Interesse an diesem Land weckte. «Wie die meisten Leute in China wusste ich bis dahin nur wenig von der Schweiz, kannte nur Dinge wie die Schokolade und die Armbanduhren, aber die vorgestellten architektonischen Projekte machten mich sehr neugierig.» Vor allem die Therme Vals von Peter Zumthor und das Kunstmuseum Vaduz von Christian Kerez und Morger & Degelo hatten es ihr angetan.

«Das Buch hat mich sehr berührt», erinnert sie sich. «Die Projekte waren für mich sehr natürlich und nachvollziehbar.» Also lernte sie Deutsch und bestand die schwierige Oberstufenprüfung am Goethe-Institut, damals eine Bedingung fürs Studium an der ETH Zürich, der «besten Hochschule der Schweiz», und erhielt einen der begehrten Studienplätze. Anfangs fokussierte sich Mulan Sun ganz aufs Lernen und war entschlossen, nach dem Master-Diplom wieder in ihre Heimat zurückzukehren.

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