Klimawandel: Gebäudeplaner im Schwitzkasten

Klimawandel: Gebäudeplaner im Schwitzkasten

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Die grosse Herausforderung wird in Zukunft die Kühlung im Sommer sein und nicht mehr das Heizen im Winter. Forscher suchen nach Wegen, wie Gebäude den Menschen auch noch an den Hitzetagen einen angenehmen Aufenthalt bescheren und gleichzeitig Energie sparen können. 

Er erntete am Passerelle-Workshop an der Hochschule Luzern einige ungläubige Blicke, der Physiker und Klimaingenieur Wolfgang Kessling. In Singapur hat er mit seiner deutschen Firma Transsolar Energietechnik GmbH ein «Hybrid Cooling System» für die Klimatisierung von Gebäuden entwickelt. Dabei werden die Räume nicht mehr auf 24, sondern auf 29 Grad heruntergekühlt. Deckenventilatoren sorgen für eine höhere Luftgeschwindigkeit, und die Frischluft wird auf höheren Temperatur- und Feuchtigkeitsniveaus als bei herkömmlichen Klimaanalagen zugeführt. Trotz der höheren Temperaturen im Raum könnten gleich komfortable Bedingungen hergestellt werden, sagt Kessling. Gleichzeitig sinke der Energieverbrauch deutlich.

Lichthöfe für die Durchlüftung

Man dürfe die Behaglichkeit in Gebäuden nicht mit der Lufttemperatur gleichsetzen, unterstreicht Kessling. Es gebe mindestens fünf weitere Faktoren, die das Wohlbefinden beeinflussen, zum Beispiel die Luftbewegung, die Luftfeuchtigkeit, die Strahlungstemperatur der Umgebung sowie die Stoffwechselrate und die Bekleidung der Nutzer. «Die Planer und Gebäudedesigner müssen deshalb die Lufttemperatur hinter sich lassen und ganzheitlich über Komfort nachdenken.» Grundsätzlich schweben ihm autonome Gebäude vor, die wie früher alles aus sich heraus können: Sie sollen selbst für Belüftung, Tageslicht und thermischen Komfort sorgen.

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