08:05 BAUPRAXIS

Ein Buch für Zürichs kaum beachtete Backsteinbauten

Autoren: Robert Mehl (rm)
Teaserbild-Quelle: IDB DARCH ETH Zürich

Im ausgehenden 19. Jahrhundert entstanden in Zürich rund 1000 backsteinsichtige Bauten, die noch heute das Stadtbild prägen. Der Zürcher Backsteinarchitektur widmete der Verlag Park Books ein Buch, das zudem eine grundsätzliche Einführung in den Backsteinbau und die Ziegelherstellung gibt.

Backstein 4

Quelle: IDB DARCH ETH Zürich

Der wichtigste Initialbau des Zürcher Backstein-Booms ist das Chemiegebäude der ETH Zürich.

Mit dem Stichwort «Backsteinarchitektur» verbindet man weniger die Schweiz als vielmehr Norddeutschland – denkt man zum Beispiel an die zahllosen Speicherbauten am Hamburger Hafen. Dennoch existieren bis heute auch im Zürcher Stadtbereich rund 1000 backsteinsichtige Bauten, die durchweg zwischen 1880 und 1914 entstanden sind. 

Die beiden Autoren Wilko Potgeter und Stefan M. Holzer, zwei Wissenschafter der ETH Zürich, stellen ihrem Werk eine Definition voran: Mit Backsteinen und Ziegeln ist im Mauerwerksbau dasselbe meint. Das Wort an sich gibt keinen Aufschluss zur Steinfärbung, zu dessen Dimension oder ob er gelocht ist.

Chemiegebäude des Zürcher Polytechnikums 

Als lokalen Startpunkt des Backsteinbaus konnten die beiden Autoren die zwischen 1884 bis 1886 errichteten Chemiegebäudes des Zürcher Polytechnikums (heute ETH Zürich) ausmachen, welches damals bewusst als innovativer Ziegelbau mit Sichtmauerwerk realisiert wurde. Zürich als schon damals grösste Stadt der Schweiz expandierte bereits zu dieser Zeit stark. Insbesondere der Bedarf an bürgerlichem Geschosswohnungsraum war enorm. Fortlaufend wurden daher neue Quartiere erschlossen und darauf eine überwiegend fünfgeschossige Blockrandbebauung errichtet.

Genauso wie heute waren Geldgeber im Spiel, die ihre teilweise noch nicht verkauften Investments schon in der Bauphase möglichst attraktiv präsentieren wollten. So wurde grundsätzlich mit dem Bau der Eckhäuser als «Aushängeschilder» der Parzellen begonnen. Diese wiesen entsprechend aufwändigere Fassaden auf, als die sich daran anschliessenden Folgebauten der Strassenflucht.

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