Daniel Rindlisbacher heisst der «Grüne Baggerführer» 2017

Teaserbild-Quelle: © Renaturierungsfonds des Kantons Bern

Die Auszeichnung «Grüner Baggerführer» des Renaturierungsfonds des Kantons Bern geht dieses Jahr an Daniel Rindlisbacher. Mit dem Titel werden besondere Leistungen bei Gewässerrevitalisierungen gewürdigt. Beim Projekt "Hochwasserschutz und Auenrevitalisierung Aare / Gürbemündung" hat Rindlisbacher neben den Hochwasserschutzmassnahmen viel Geschick bei der Gestaltung des neuen Flussbetts der Belper Giesse bewiesen.

Daniel Rindlisbacher vor der revitalisierten Belper Giesse.

Daniel Rindlisbacher vor der revitalisierten Belper Giesse.

Schwere Hochwasser hatten in den Jahren 1999 und 2005 im Aaretal grosse Schäden verursacht. Besonders die Zonen beim Flughafen Belp und an der Trinkwasserfassung Wehrliau waren betroffen. Das Gebiet der Gürbemündung ist deshalb einer der Schwerpunkte des kantonalen Wasserbaus. Im hauptbetroffenen Gebiet, im sogenannten Selhofen Zopfen, waren neben dem Hochwasserschutz zusätzliche Naturschutzmassnahmen nötig, da das Gebiet zukünftig der Wasserfassung dienen soll. Im Jahr 2012 wurde der Wasserbauplan «Auenrevitalisierung und Hochwasserschutz Aare/Gürbemündung» genehmigt. Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen.

Eine der wichtigsten Massnahmen des Projekts war die Verlegung des zwischen Aare und Gürbe verlaufenden Flüsschen Belper Giessen im Selhofen Zopfen und die gleichzeitige Aufschüttung eines Hochwasserdamms. Hier war Baggerführer Daniel Rindlisbacher von der Walo Bertschinger AG im Einsatz, der jetzt mit dem Titel "Grünen Baggerführer des Jahres" geehrt wurde. Mit seinem schweren Gerät formte er den Verlauf des neuen Flussbetts. Die Belper Giesse fliesst nun in zahlreichen neuen, künstlich angelegten Mäandern in die Gürbe. So wurde die renaturierte Giesse durch den Einbau von vielfältigen Totholzstrukturen zum neuen Lebensraum für die Wasserfauna. Als artenreiches Gewässer beherbergt das Gewässer rund zehn Fischarten.

Daniel Rindlisbacher konnte bei seiner Arbeit auf grosse Erfahrung aus zahlreichen Renaturierungsprojekten zurückgreifen. So war er bereits beim Aubächli in der Gemeinde Wimmis, bei der Auenrevitalisierung Simme/Augand und bei der Renaturierung am Fildrich in der Gemeinde Schwenden im Einsatz.

Die Auszeichnung „Grüner Baggerführer“ wurde erstmals 2008 anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Renaturierungsfonds des Kantons Bern vergeben. Alljährlich wird er einem Maschinisten verliehen, der sich im Zuge von Wasserbaumassnahmen besonders umsichtig im Umgang mit der Natur verhalten hat und mit seinen Fähigkeiten massgeblich zum guten Gelingen eines Renaturierungsprojekts mitgetragen hat. (cb/mgt)