08:04 BAUMARKT

Bauregion Aargau: Ein Kanton kämpft sich durch die Krise

Autoren: Ben Kron (bk)
Teaserbild-Quelle: Wikicommons / Lutz Fischer-Lamprecht

Die finanziellen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind für den Kanton Aargau weniger schlimm als erwartet, die Unternehmen hatten mehrheitlich ein befriedigendes Geschäftsjahr 2020. Zu Beginn des neuen Jahres ist die Zahl der Baugesuche deutlich gestiegen: Die Momentaufnahme der Bauregion Aargau ist weniger negativ als erwartet.

Aargau 3

Quelle: Claudia Bertoldi

Die imposante Baugrube des Grossprojekts «Tivoli Garten» in Spreitenbach. Es umfasst einen Obi-Baumarkt, zwei Hochhäuser mit total 400 Wohnungen und eine Haltestelle der neu verlängerten Limmattalbahn.

Die schlimmsten Befürchtungen sind nicht eingetroffen. Obwohl die Corona-Krise auch die Aargauer Wirtschaft hart getroffen hat, erwartet eine Mehrheit der Unternehmensverantwortlichen ein befriedigendes bis gutes Geschäftsjahr 2020. Dies ergab eine Umfrage der Handelskammer, an der sich 513 Unternehmen beteiligten. Im Rahmen hält sich auch der Stellenabbau im Kanton, der fürs 2020 einen Rückgang der Vollzeitstellen um 0,65 Prozent ergibt.

Um die Krise aufzufangen, erhalten Aargauer Firmen insgesamt fast eine Milliarden Franken. Bereits im April 2020 schnürte der Regierungsrat ein Hilfspaket von 150 Millionen. Dazu kommen Kurzarbeitsgelder und die Corona-Kredite der Banken von 600 Millionen, sowie 35 Millionen Abgeltungen für den öffentlichen Verkehr. Total bisher rund 940 Millionen Franken. Im Dezember hat der Regierungsrat 125 Millionen für ein neues Härtefallprogramm bereitgestellt und das Budget 2021 um einen Nachtragskredit von 111 Millionen erweitert.

Trotz Corona schwarze Zahlen

Der Aargau kann diese Ausgaben gemäss Finanzdirektor Markus Dieth stemmen. Zwar sieht der Finanzplan für die nächsten drei Jahre hohe Defizite vor, doch für 2020 erwartet man trotz Covid-Mehrausgaben ein Plus in dreistelliger Millionenhöhe. Zusammen mit der Ausgleichsreserve von 483 Millionen lassen sich damit die nächsten drei Planjahre ausgleichen. Dazu hofft Dieth auf eine höhere Ausschüttung der Nationalbank. Die Veröffentlichung der definitiven Kantonsrechnung erfolgte erst nach Redaktionsschluss.  

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