Wegen Klimawandel: Weniger Asphalt und mehr Wiesen in Zürich

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Wegen Klimawandel: Weniger Asphalt und mehr Wiesen in Zürich

Auf den Stadtzürcher Strassen wird auch in diesem Jahr fleissig gebaut: Die Stadt plant 107 Bauprojekte. Viele davon sollen Platz machen für Bäume und Velos und so gegen die Überhitzung der Stadt helfen.

Turbinenplatz in Zürich
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Der Turbinenplatz in Zürich ist zwar heute schon keine Asphaltfläche, soll aber mit noch mehr Bäumen und Wasserelementen gekühlt werden.

Die Klimakarten zeigen genau, wie heiss es in der Stadt Zürich künftig werden könnte. Einzelne Quartiere, vor allem in der Innenstadt, dürften auch über Nacht nicht mehr abkühlen. Dies liegt vor allem an der Verdichtung und den vielen versiegelten Flächen. «Wir müssen etwas tun, damit sich die Menschen hier trotzdem noch angenehm bewegen können», sagt Stadtrat Richard Wolff (Alternative Liste), Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartementes. Ein Teil der für dieses Jahr geplanten 107 Baustellen soll deshalb zur Hitzeminderung beitragen. 

Das Tiefbauamt will vermehrt Oberflächen entsiegeln. Statt Asphalt zu verlegen, will die Stadt also vermehrt Wiesen, Bäume und Sträucher anpflanzen. Die haben eine kühlende Wirkung und spenden Schatten. Ein bereits realisiertes Beispiel dafür ist der Max-Bill-Platz in Oerlikon. Dort wurden 25 zusätzlich Bäume gepflanzt, und der Kiesplatz wurde durch eine Wiese ersetzt. Ein ähnliches Projekt ist nun auf dem Turbinenplatz geplant. Dieser Platz ist zwar heute schon keine Asphaltfläche, soll aber mit noch mehr Bäumen und Wasserelementen gekühlt werden.

Auch helle Oberflächen sollen helfen, dass die Zürcherinnen und Zürcher im Hochsommer einen einigermassen kühlen Kopf bewahren. Auf dem Marktplatz in Oerlikon wurde extra deshalb ein heller Boden verlegt. In Kombination mit den gepflanzten Bäumen soll er für ein einigermassen erträgliches Klima sorgen. (sda)