15:10 BAUBRANCHE

Verkehrssituation Bauregion Ostschweiz: Warten auf den Bund

Geschrieben von: Stefan Breitenmoser (bre)
Teaserbild-Quelle: PD

Um den Bahnverkehr in der Ostschweiz zu verbessern, ist der Bau des Brüttener Tunnels unerlässlich. Doch das dauert noch. Auch andere Grossprojekte wie die dritte Röhre durch den Rosenberg, die Bodensee-Thurtalstrasse oder die Engpassbeseitigung auf der A4 in Schaffhausen lassen auf sich warten. Investiert wird aber trotzdem.

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Quelle: Astra

Seit Sommer laufen die Arbeiten für die Instandsetzung der Stadtautobahn in St. Gallen, die voraussichtlich bis 2027 andauern werden.

Die wohl wichtigste Baustelle für den Ostschweizer Bahnverkehr liegt gar nicht in der Ostschweiz, sondern zwischen Winterthur Töss und Bassersdorf. Gebaut wird da allerdings auch noch nicht. Trotzdem geht für die Ostschweiz ohne den Bau des Brüttener Tunnels wenig.

Denn die Doppelspur zwischen Effretikon und Winterthur ist die meist befahrenste der Schweiz. Die Kapazität ist völlig ausgereizt. Deshalb bewilligte das Parlament 2019 mit dem Bahnausbau 2035 ein Gesamtpaket von rund 13 Milliarden Franken. Teil davon ist das 2,4 Milliarden teure Projekt des Brüttener Tunnels, das unter dem Namen «MehrSpur Zürich-Winterthur» unterwegs ist.

Dieses Bauvorhaben ermöglicht nicht nur für die Zürcher S-Bahn nach der Durchmesserlinie einen weiteren grossen Ausbauschritt. Das Angebot im Fernverkehr in die Ostschweiz erhöht sich ab 2035 auf acht Züge pro Stunde – vier in Richtung Thurgau, vier in Richtung St. Gallen. Ausserdem verringert sich die Fahrzeit nach St. Gallen um acht Minuten. Das bringt nicht nur bessere Anschlüsse, sondern macht auch einen weiteren Ausbau der S-Bahn St. Gallen möglich.

EIne Menge Verbesserungen für Ostschweizer Bahnverkehr

Andere wichtige Änderungen, welche der Bahnausbau 2035 des Strategischen Entwicklungsprogramms (Step) mit sich bringt, sind die Wiederherstellung der Vollknoten Wil und St. Gallen. Damit können die Verbindungen zwischen Fern- und Regionalverkehr besser aufeinander abgestimmt werden.

Auch die nur 700 Meter lange Doppelspur zwischen den Bahnhöfen Rorschach und Rorschach Stadt, für die sich der St. Galler Ständerat Paul Rechsteiner so leidenschaftlich eingesetzt hatte, wird realisiert. Damit sind die letzte Einspurstrecke auf der Ost-West-Achse und der immer wieder bemängelte Flaschenhals beseitigt. 

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