Verkehr Zürich und Aargau: Ausbau auf Schiene und Strasse

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Um die wachsenden Pendlerströme zu bewältigen, müssen sowohl Zürich als auch der Aargau ihre Infrastruktur für den öffentlichen und den privaten Verkehr massiv ausbauen. Allein im Kanton Zürich rechnet man mit einer Verkehrszunahme von 30 Prozent in den nächsten zehn Jahren. 

Wer rund um Zürich unterwegs ist, erfährt das Problem tagtäglich am eigenen Leib: Sowohl die Strassen als auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind vor allem zu Stosszeiten massiv überlastet. Zwar wird derzeit am Gubrist-Tunnel die dringend benötigte dritte Röhre erstellt, und der Ausbau der Limmattalbahn schreitet voran. Erst kürzlich entschied das Stimmvolk deutlich, diese nicht an der Kantonsgrenze zu stoppen, sondern bis nach Killwangen AG weiterzuführen. Im Boom-Quartier Zürich-Affoltern soll eine neue Tramlinie den chronisch überlasteten und im Stau stehenden Bus entlasten. In Winterthur plant man, eine direkte Zugverbindung nach Basel zu schaffen, unter Umfahrung Zürichs. Doch diese all Projekte können das Problem, falls überhaupt, höchstens entschärfen. Tatsache ist: Parallel zum prognostizierten Bevölkerungswachstum nimmt auch der Verkehr in Stadt und Kanton ständig zu, und zwar schneller, als neue Infrastrukturprojekte fertiggestellt werden können. Das kantonale Verkehrskonzept rechnet mit einer Zunahme des Volumens bis 2030 um rund 30 Prozent, womit der Verkehr sogar rascher wächst als die Bevölkerung. Das haben die Stimmbürger erkannt und an der Urne eine Kürzung des Verkehrsfonds abgelehnt.

Zielwerte für Verkehrsverteilung

Bereits im ersten Gesamtverkehrskonzept von 2006 war beabsichtigt, dass der öffentliche Verkehr die Hälfte dieser Zunahme aufnehmen soll. Dieses Ziel wurde sogar erreicht. Im zweiten Gesamtverkehrskonzept, das im letzten Frühjahr aufgelegt wurde, ging man einen Schritt weiter und gab nicht nur einen generellen, sondern auf Regionen spezifizierte Zielwerte für die Verteilung der Verkehrslasten vor. Allgemein soll der ÖVAnteil bis 2030 um 40 Prozent ansteigen, im besonders belasteten Limmattal zum Beispiel sollen aber 60 bis 70 Prozent des zusätzlichen Verkehrs von Tram, Bus und Bahn geschluckt werden.

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