Verkehr: Logistik in rasantem Wandel

Globale Wertschöpfungsketten, Digitalisierung und Online-Shopping: Die Logistik verändert sich in hohem Tempo. China ist zu einem globalen Player aufgestiegen, dessen Infrastrukturprojekte gigantische Massstäbe haben. Den Transportunternehmen in der Schweiz bereiten Engpässe auf Strasse und Schiene Sorgen. 

In China befinden sich sieben der zehn grössten Häfen der Welt und zwei Drittel aller Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecken. Von 2011 bis 2013 hat das Land 6,5 Gigatonnen Beton für Infrastrukturbauten eingesetzt – in den USA waren es im gesamten 20. Jahrhundert 4,4 Gigatonnen. Die Verkehrsinfrastrukturen werden in hohem Tempo weiter ausgebaut. Bis 2025 sollen 150 vollautomatisierte Mega-Logistikhubs im ganzen Land entstehen.

Die chinesische Regierung versuche, die Wirtschaft anzukurbeln, indem sie grosse Mittel in die Infrastruktur investiere, erklärt Zheng Han, Professor an der Tongji Universität in Shanghai. Der Absolvent der Universität St.Gallen schilderte an einem Dialoganlass des Vereins «Avenir Mobilité / Zukunft Mobilität» in Bern die atemberaubende Entwicklung von Transport, Logistik, Detailhandel und Konsum in China.

«Intensiver Wettbewerb»

Das Land ist heute der zweitgrösste Logistikmarkt der Welt. 800 000 Speditionsunternehmen gibt es hier und 300 Millionen Lastwagenfahrer, von denen 85 Prozent als Einzelunternehmer arbeiten. Auf diesem stark fragmentierten Markt herrsche ein «intensiver Wettbewerb», sagt Han. Was die Effizienz anbelangt, liege die Logistik in China hinter anderen Ländern zurück. Chinesische Unternehmen versuchten, mit modernen Technologien diesen Rückstand aufzuholen.

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