Verkehr Bern und Wallis: Ampel auf Grün beim Lötschberg

Teaserbild-Quelle: BLS

Der Ausbau des Basistunnels am Lötschberg ist politisch aufgegleist. Während im Oberwallis der Bau an der Autobahn A9 voranschreitet, fehlen in Bern Grossprojekte ähnlicher Dimension. Solche sind aber in Planung, in Biel stockt diese jedoch beim Westast. Im Bau sind Bergbahnen, geplant ist auch eine ab Sitten.

In den Kantonen Bern und Wallis stellt der Ausbauschritt 2035 bei der Bahninfrastruktur das Stellwerk neu auf die weitere Verlagerung und Kapazitätserweiterung des Güter- und Personenverkehrs. Die Botschaft des Bundesrats ans Parlament sieht Investitionen von 11,9 Milliarden Franken vor. Darin sind für den Ausbau des Lötschberg-Basistunnels weitere 400 Millionen Franken eingeplant, sodass für die grosse Variante insgesamt 930 Millionen Franken bereitstehen. Der Ausbau ermöglicht den durchgehenden Halbstundentakt und die Realisierung «wesentlicher Produktivitätsgewinne». Bei den Güterzügen könnte die Kapazität von 80 auf 178 pro Tag erweitert werden, jene der Fernverkehrszüge von derzeit 50 auf 72.

Aktuell ist der 35 Kilometer lange Basistunnel nur auf einer Länge von 15 Kilometern doppelspurig befahrbar. Auf 14 Kilometern ist die zweite Röhre nicht mit Schienen und Bahntechnik ausgerüstet. Der Grund: Angesichts knapper Mittel stand der Lötschberg damals in Konkurrenz zum Gotthard-Ast der Neat. Nun soll der Teilausbau auf Doppelspur nachgeholt werden. Das Vorprojekt für den Ausbau besteht seit Ende 2017. Mit den Unterlagen für das Plangenehmigungsverfahren beim Bund ist Ende 2019 zu rechnen. Die Plandaten der BLS setzen den Baubeginn für 2022 an, realisiert wäre der Ausbau 2028. Kein Thema war für den Bundesrat ein Vollausbau. Sechs Tunnelkilometer sind noch nicht ausgebrochen. Der Ständerat sprach sich im Frühjahr einstimmig für die Vorlage aus, über die der Nationalrat in der Sommersession debattiert.

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