Umwelt und Technik: Aufforsten bekommt dem Bergklima nicht

Teaserbild-Quelle: Bernd Kasper / pixelio.de

Bäume nehmen Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf. Was global gut ist, kann regional zu einer Erwärmung führen. Eine internationale Studie vergleicht verschiedene Klimamodelle unter Extremzuständen. Neue Modelle sollen zeigen, wo Aufforstung klimafreundlich wirkt.

Von Christine Arnold *

Wachsende Bäume binden CO2. Das ist gut fürs Klima. Doch diese Rechnung geht nicht immer auf. Verbuscht und verwaldet eine offene Landschaft, verändern sich dadurch Eigenschaften der Erdoberfläche. Zum Beispiel sinkt ihr Rückstrahlvermögen – die sogenannte Albedo –, und die Fläche absorbiert mehr ein­fallende Sonnenstrahlung. Damit ändert sich das lokale Klima, das Gebiet wird wärmer.

Ob bestehende Modelle die Auswirkungen von Landnutzungsänderungen auf das regionale Klima richtig abbilden, ist unklar. Eine internationale Studie vergleicht, wie neun Klimamodelle zwei theoretische Extremzustände simulieren: Im ersten Fall gingen die Forschenden von einem Europa ganz ohne Wald aus. Im zweiten Fall nahmen sie eine maximal mögliche Bewaldung an. Das sei ein methodisch neuer Ansatz, erklärt Studienleiter Edouard Davin von der ETH Zürich: «Mit dem Vergleich dieser idealisierten Annahmen konnten wir analysieren, wie empfindlich bestehende Klimamodelle auf eine Änderung der Landnutzung sind.»

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