Transformationsareale in Basel: Bevölkerung soll mitreden können

Teaserbild-Quelle: BASF

Bei der Umwandlung von ehemaligen Industriearealen in neue Wohn- und Arbeitsquartiere  im Kanton Basel-Stadt soll bei der Planung auch die Bevölkerung mitreden können. Dies verlangt die Initiative «Basel baut Zukunft», die am Donnerstag lanciert wurde.

Das 77,3 Meter hohe Biologie-Hochhaus WKL-125 auf dem Klybeckareal.
Quelle: 
BASF

Das 77,3 Meter hohe Biologie-Hochhaus WKL-125 auf dem Klybeckareal.

Hinter dem Volksbegehren steht gemäss Mitteilung ein Komitee aus Wohnbau- und Umweltpolitikern sowie Mitgliedern des Vereins «Zukunft.Klybeck». Dieser engagiert sich dafür, dass bei der laufenden Transformation des Klybeck-Areals den Anliegen der Bevölkerung Rechnung getragen wird.

Die formulierte Initiative verlangt einen neuen Verfassungsartikel für Transformationsareale. Darin wird festgeschrieben, dass Zonen- und Bebauungspläne für die Umnutzung von Bahn-, Industrie- und Gewerbearealen unter Mitwirkung der Bevölkerung erarbeitet werden müssen. Die Ergebnisse der Mitwirkung seien in der Planung "angemessen" zu berücksichtigen.

Weiter verlangt die Initiative, dass auf Transformationsarealen die Hälfte der nutzbaren Bruttogeschossfläche gemeinnützig im Sinne des Wohnraumförderungsgesetzes dauerhaft in Kostenmiete vermietet wird. Alternativ muss der Boden durch Verkauf oder im Baurecht an eine gemeinnützige Organisation abgegeben werden. Überdies fordert die Initiative CO2-Neutralität für diese Areale.

Mit ihrem Volksbegehren wollen die Initianten die Nachhaltigkeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Investoren, die mit ihren Angeboten lebenswerte und lebhafte Quartiere fördern wollen, werden aus ihrer Sicht mit den Anforderungen der Initiative keine Mühe haben.

Für das Zustandekommen von «Basel baut Zukunft» braucht es 3000 Unterschriften. Eingereicht werden müssen diese bis am 18. März 2021. (sda)