Sika: Corona-Virus bremst im ersten Quartal

Teaserbild-Quelle: Simone Hutsch, Unsplash
Sika: Corona-Virus bremst im ersten Quartal

Zum Jahresauftakt hat Sika die Corona-Virus-Krise vor allem in China und Asien zu schaffen gemacht. Die bisherigen Prognosen für 2020 haben sich erfüllt.

Dass der Umsatz im ersten Quartal 2020 dennoch um deutliche 10,3 Prozent auf 1,81 Milliarden Franken gestiegen ist, liegt insbesondere an dem im Mai 2019 gekauften französischen Mörtelproduzenten Parex. In Lokalwährungen ist Sika gar um 15,4 Prozent gewachsen.

Um Zukäufe bereinigt wäre Sika aber um 1,3 Prozent geschrumpft, wie das Unternehmen heute Dienstag mitteilt. Denn seit Mitte März befänden sich rund 30 Länder, in denen Sika vertreten sei, im Lockdown.

Die Klebstoffe und Dichtmittel von Sika kommen nicht nur auf Baustellen zum Einsatz, sondern auch in der Automobilindustrie, diese darbte schon vor Ausbruch der Krise. So rollte von Januar bis März rollte ein Viertel weniger Fahrzeuge vom Band der Autobauer. In der Folge setzte Sika setzte im Segment "Global Business" mit 213,7 Millionen Franken 11,8 Prozent weniger um.

Mit seinen Erstquartalsumsätzen hat Sika die Markterwartungen leicht übertroffen. Analysten hatten gemäss AWP-Konsens im Durchschnitt mit einem Umsatz von 1,80 Milliarden Franken gerechnet.

Keine Angaben zum Gewinn im ersten Quartal...

"Auch Sika wird von der Krise betroffen sein, doch durch unsere Kundennähe in allen Ländern können wir schnell Opportunitäten wahrnehmen und somit weiter Markanteile gewinnen", wird Konzernchef Paul Schuler in der Mitteilung zitiert. Zum Gewinn im ersten Quartal macht Sika keine Angaben.

Zudem hat Sika Massnahmen zur Sicherung der Liquidität getroffen.mNicht geschäftskritische Investitionen seien verschoben worden, heisst es weiter. Das Unternehmen sei mit Bargeldbestand von 995 Millionen Franken in das Jahr gestartet und verfüge über Kreditlinien von 1,25 Milliarden.

... und keine Prognose für laufendes Geschäftsjahr

Für das laufende Geschäftsjahr kann Sika keine konkrete Prognose abgeben. Laut Sika ist Vieles davon abhängig, wann einzelne grössere Länder aus dem Lockdown herauskommen. Im Februar hatte das Unternehmen noch ein Umsatzwachstum von mehr als 10 Prozent in Lokalwährungen und ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum in Aussicht gestellt.

Sika bestätigt jedoch die mittelfristigen Ziele der "Strategie 2023": Der Umsatz soll gemäss dieser jährlich um 6 bis 8 Prozent wachsen und die EBIT-Marge - diese erst ab dem Geschäftsjahr 2021 - im Bereich von 15 bis 18 Prozent liegen. (awp/sda/mai)