Schweizer Bauforum 2019: Nachhaltigkeit als weites Feld

Teaserbild-Quelle: Hans, Pixabay, Public Domain-ähnlich

Wie auf dem Glasi-Areal in Bülach ein nachhaltiges Stadtquartier entstehen soll, warum Energiepolitik und Denkmalschutz in keinem Widerspruch stehen müssen und wie neu gebaute Mietwohnungen und Eigenheime im ökologischen Vergleich abschneiden: Das war am Schweizer Bauforum in Luzern zu erfahren.

Eine gute Stadt ist wie eine gute Party – man bleibt viel länger als geplant, weil man sich wohl fühlt», pflegt der dänische Architekt und Stadtplaner Jan Gehl zu sagen. Ein solches Stadtquartier, in dem man sich gerne aufhält, soll auf dem Glasi-Areal in Bülach ZH entstehen. Das erklärte Projektleiter Urs Lengweiler von der Totalunternehmerin Steiner AG am Schweizer Bauforum in Luzern, einem Anlass des Instituts für Gebäudetechnik und Energie (IGE) und des Instituts für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern und des Netzwerks Nachhaltiges Bauen Schweiz (NNBS).

«Hier pulsiert das Leben – da möchte man sein», schwärmte Lengweiler, als er Visualisierungen des Projekts zeigte. Das Vorhaben auf dem brachliegenden Gelände der ehemaligen Glashütte ist eines der grössten in der Schweiz – «eine grosse Kiste», wie sich der Projektleiter ausdrückte. Das neue Stadtquartier wird mit 230 Prozent eine für Schweizer Verhältnisse sehr hohe bauliche Ausnutzung aufweisen.

Auf dem 42 000 Quadratmeter grossen Areal sollen bis in vier Jahren 460 000 Kubikmeter umbauter Raum und 100 000 Quadratmeter Geschossfläche geschaffen werden, was dem Volumen von 600 Einfamilienhäusern entspricht. Die Investitionen belaufen sich auf etwa eine halbe Milliarde Franken. Entwicklungspartner der Steiner AG sind zwei gemeinnützige Wohnbauträger: Die Logis Suisse AG und die Baugenossenschaft Glattal Zürich haben das Glasi-Areal erworben und mit der Totalunternehmerin einen Vertrag für die Projektentwicklung und -realisierung abgeschlossen.

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