10:07 BAUBRANCHE

Das Schwarzbuben-Dorf Seewen soll seinen See zurückerhalten

Teaserbild-Quelle: Andreas Faessler, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Im solothurnischen Seewen bestand einst ein zwei Kilometer langer See. Jetzt wird das Gewässer möglicherweise neu angelegt. Zuerst soll aber die Bevölkerung ihre Meinung äussern.

Seewen Solothurn

Quelle: Andreas Faessler, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Blick auf Seewen im Kanton Solothurn (Symbobild).

Ein See gab der Gemeinde Seewen ihren Namen. Das Gewässer war durch einen Bergsturz entstanden. Im 16. Jahrhundert liessen die Einwohner das Wasser des zwei Kilometer langen Sees abfliessen. Die Bevölkerung hatte von den Mückenplagen im Sommer genug.

2003 waren 67 Prozent für einen See

In den vergangenen Jahren gab es in dem 1000-Seelen-Dorf im solothurnischen Schwarzbubenland immer wieder Bestrebungen, den See wieder anzulegen, wie die «Solothurner Zeitung» berichtet. 2003 sprachen sich 67 Prozent der Einwohner dafür aus, den See neu zu erstellen. Gemäss einer Machbarkeitsstudie könnte das frühere Seegebiet in zwei Monaten aufgefüllt werden.

Danach tat sich aber nichts. Gegenwärtig wird in Seewen ein räumliches Leitbild erarbeitet. Dabei ist der Seewner See wieder zum Thema geworden. Die Bevölkerung ist aufgefordert, einen Fragebogen auszufüllen, in dem es unter anderem um den See geht. Die Einwohner werden gefragt, ob sie sich einen See im ehemaligen Seegebiet vorstellen kann.

Umfangreiche Abklärungen nötig

«Die Planung eines Sees ist kein alltägliches Geschäft. Es bedarf umfangreicher Abklärungen und Untersuchungen im Vorfeld», zitiert die Zeitung ein Mitglied der Arbeitsgruppe, die sich mit dem räumlichen Leitbild beschäftigt. Landwirtschaftliche Flächen müssten aufgegeben sowie Strassen und Wege verlegt werden. Nur wenn alle Betroffenen und Beteiligten an einem Strang ziehen würden, liesse sich die Idee vermutlich verwirklichen.

Die Arbeitsgruppe will im August mit der Auswertung der Fragebogen beginnen. Es wird spannend zu beobachten sein, ob sich wieder 67 Prozent der Bevölkerung für den Seewner See aussprechen werden. (mgt)

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