Quartalsbericht 2/2019: Mehr Gesuche bei sinkender Bausumme

Teaserbild-Quelle: Stefan Schmid

Der Abschwung im Schweizer Bauhauptgewerbe setzte sich im 2. Quartal fort. Ins Gewicht fiel dabei der Rückgang beim Wohnbau, stützend wirkten der Wirtschafts- und der Bürobau. Die Konjunkturaussichten für 2019 sind leicht eingetrübt, die Prognosen bleiben aber positiv.


 

 

 


Das Schweizer Bauhauptgewerbe hat sich im 2. Quartal weiter abgeschwächt. Die Bausumme geplanter Projekte sank im Vergleich zum Vorjahresquartal gesamthaft um 2,7 %. Allerdings gingen erneut mehr Baugesuche ein (+0,5 %). Bei geringeren Ausprägungen setzte sich damit die Entwicklung des ersten Quartals fort, als die Bausumme zurückging (-3,0 %) und bei den Gesuchen eine Zunahme zu verzeichnen war (+0,7 %).

In den letzten drei Monaten waren auch die Zementlieferungen rückläufig. Verglichen mit dem wachstumsstarken Vorjahresquartal reduzierten sich die Zementlieferungen um 3,6 %. Im Vergleich zur Vorjahresperiode resultierte laut Cemsuisse, dem Verband der Schweizerischen Zementindustrie, im ersten Halbjahr 2019 kumuliert aber lediglich ein Rückgang von 0,2 %. 

Wohnbau schwächt sich ab

Deutlicher korrigiert hat im 2. Quartal der Wohnbau. Die Bausumme verminderte sich gegenüber dem Vorjahresquartal gesamthaft um 1,4 %. Bereits im ersten Quartal ging die aufgrund von Wohnbaugesuchen ermittelte Summe gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % zurück. Weiter abgeschwächt hat sich das Segment Renditeliegenschaften. Die Bausumme reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,5 %. Trotz der Negativtendenz befand sich die Bausumme aber immer noch deutlich über dem Zehnjahresdurchschnitt.

Seit dem zweiten Vorjahresquartal zeigt die Bausumme des Segments Mehrfamilienhäuser einen negativen Trend. Mit Ausnahme des Schlussquartals des Vorjahres lagen alle Quartalswerte der Summe im Minus. Treiber der Bautätigkeit beim Wohnbau sind nach wie vor die tiefen Zinsen, bei denen Ökonomen noch einige Zeit keine Rückkehr ins positive Territorium sehen. 

An der Leutschenbachstrasse in Zürich Oerlikon realisiert die Implenia AG als Generalunternehmerin zurzeit die Überbauung Wolkenwerk.
Quelle: 
Stefan Schmid

An der Leutschenbachstrasse in Zürich Oerlikon realisiert die Implenia AG als Generalunternehmerin zurzeit die Überbauung Wolkenwerk.

Autoren

Redaktor Baublatt

Seine Spezialgebiete sind wirtschaftliche Zusammenhänge, die Digitalisierung von Bauverfahren sowie Produkte und Dienstleistungen von Startup-Unternehmen.

Tel. +41 44 724 78 61