Preisabsprachen in Graubünden: PUK braucht mehr Geld

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Bündner PUK braucht Geld

Die fünfköpfige Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK), die in Graubünden die illegalen Preisabsprachen auf dem Bau unter die Lupe nimmt, braucht mehr Geld: Sie beantragt dem Parlament zusätzliche 350'000 Franken.

Im Juni 2018 war die PUK mit 600'000 Franken ausgestattet worden. Laut Antrag der PUK an den Grossen Rat betrugen aufgelaufenen Kosten bis August dieses Jahres 482'792 Franken. Aufgrund einer Hochrechnung sei mit Kosten von total 950'000 Franken bis zum Abschluss der Untersuchung zu rechnen, heisst es in den heute Montag von der Kommission veröffentlichten Unterlagen.

Polizeieinsatz wegen Adam Quadroni war eines der Hauptthemen

Die PUK-Mitglieder haben sich laut eigenen Angaben zu 46 Sitzungen getroffen und haben für insgesamt 80 Stunden Befragungen durchgeführt. Die Kommission beschäftigte sich vor allem mit den Umständen des Polizeieinsatzes gegen Adam Quadroni, der aus dem Kartell ausgestiegen war und die Absprachen im Unterengadin hatte auffliegen lassen. Zu diesem Thema seien die Befragungen und anderen Untersuchungshandlungen unterdessen abgeschlossen. Der Teilbericht dazu soll im Dezember dem Grossen Rat vorgelegt werden, hiess es.

Daneben beschäftigt sich die PUK mit dem zweiten Schwerpunkt des Auftrages, nämlich mit der Frage, ob Regierungsmitglieder oder Verwaltungsmitarbeiter ihre Verantwortung bei den Submissionsverfahren auf dem Bau wahrgenommen haben. Zudem wird das Controlling und die interne Aufsicht untersucht. (mai/sda)