Nachhaltige Gebäude: Schöne neue Arbeitswelt

Zukunftsfähige Gebäude sollen optimale Wohn- und Arbeitsumgebungen bieten und wandlungsfähig für wechselnde Anforderungen bleiben. Dabei müssen die Bedürfnisse der Nutzer früh in die Planung einbezogen werden. Nach dem Vorbild von Google sind vielerorts Bürodesigns entstanden, die Innovation fördern sollen.

Er ist als Macher der Google-Büros in Zürich bekannt geworden: Stefan Camenzind, Geschäftsführer von Evolution Design. Seit Google vor zehn Jahren den ersten Standort in der Limmatstadt eröffnet habe, seien «ganz viele schöne Büros mit tollen Designs» nach dem Vorbild des Internetgiganten entstanden, sagte Camenzind an der Fachtagung «Nachhaltiges Bauen» in Bern. Aber er fügte an: «Design ist eigentlich gar nicht so wichtig.» Er erklärte dies mit dem «Bohrmaschinen-Prinzip»: Es gebe eine riesige Auswahl von Bohrmaschinen, aber was man wirklich brauche, könne man nirgends kaufen: das Loch. «Design ist nur die Bohrmaschine und nicht das effektive Bedürfnis», sagte Camenzind. «Es gibt kein Bedürfnis nach Design.»

Design könne aber helfen, eine optimale Arbeitsumgebung zu schaffen, damit die Mitarbeiter gute Leistungen erbringen und die Unternehmen ihre Ziele erreichen können. Damit die Räume das Arbeiten optimal unterstützen, müssten sie von den Kundenbedürfnissen her entwickelt werden. Am Anfang gelte es deshalb, hinzuhören, Research zu betreiben und Zahlen zu erarbeiten. So entwickelte Evolution Design das Arbeitsplatzkonzept für das Forschungs- und Entwicklungszentrum der Elektrotechnikkomponenten-Herstellerin Puls Vario in Wien. Das Ziel war eine Innenarchitektur, die Innovation und Kreativität der Mitarbeiter unterstützt. Nach einer eingehenden Analyse der Arbeitsschritte wurden vier Hauptzonen geschaffen, die den kreativen Arbeitsabläufen folgen.

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