Monatsstatistik Juli: Rückgang abgebremst

Teaserbild-Quelle: Stefan Schmid

Das Schweizer Bauhauptgewerbe hat sich im Juli erneut rückläufig entwickelt. Die Summe der geplanten Hochbauprojekte ging gegenüber dem Vorjahresmonat gesamthaft um 3,1 % zurück, während die Zahl der Bau­gesuche stagnierte (+0,1 %). 

 

Noch im Vormonat verzeichnete die Bausumme ein Minus von 10,7 % und die Gesuchzahl von 9,4 %. Der Rückgang fiel vor allem in der Romandie ins Gewicht, wo sich die auf Basis von Baueingaben ermittelte Summe um 20,1 % und die Zahl der Gesuche um 14,2 % abschwächte. Der Dreimonatsdurchschnitt befand sich schweizweit aber immer noch im Plus (Summe: +1,5 %; Gesuche: +0,7 %). Zulegen konnte die Deutschschweiz bei Bausumme (+4,4 %) und Gesuchzahl (+3,7 %). Bei den Summen herausragende Monatszahlen wiesen Bern (+11,8 %) und Zürich (+23,7 %) auf, unterschiedlich waren aber die im Jahr aufgelaufenen Werte (Year to date - YTD: Zürich -6,1 %; Bern +17,9 %).

Volumen für Renditeobjekte stabil 

Von der Abschwächung im Vormonat stärker erholt hat sich der Wohnbau. Bei den Mehrfamilienhäusern (MFH) erhöhte sich die Bausumme um 1,6 % und jene für Einfamilienhäuser (EFH) um 2,7 %, im Juni waren es noch -18,9 % (MFH) und -4,9 % (EFH). Bei der Gesamtsumme und der Zahl der Gesuche für den Bau von Renditeliegenschaften zeigt sich in diesem Jahr bisher ein gegenläufiger Trend. 

Bei den Mehrfamilienhäusern bildete sich die bisher im Jahr aufgelaufene Zahl der Gesuche um 8,9 % zurück, während der YTD-Wert der Bausumme in diesem Segment noch leicht um 0,2 % zulegte. Auffallend ist die starke Volatilität der Bausumme, regelmässig folgte in diesem Jahr bei den Monatszahlen auf eine Zu- eine Abnahme, wobei die statistischen Ausschläge bei den MFH ausgeprägter waren als bei den EFH. Weil die neu erstellten Wohneinheiten aufgrund unterschiedlicher Bauzeiten nur nach und nach auf den Markt kommen, schlägt die Abschwächung bei der Gesuchzahl erst später auf das Angebot durch. 

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Die bauliche Verdichtung mit mehr Wohnungen auf gleicher Fläche führt auch zu einer Erneuerung des Gebäudebestands (Bild: Wehntalerstrasse Zürich).
Quelle: 
Stefan Schmid

Die bauliche Verdichtung mit mehr Wohnungen auf gleicher Fläche führt auch zu einer Erneuerung des Gebäudebestands (Bild: Wehntalerstrasse Zürich).

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