08:11 BAUBRANCHE

Kolumne zum Donnerstag: Gemeinsame Ziele – gemeinsame Verantwortung

Geschrieben von: Franziska Bürki
Teaserbild-Quelle: libertyslens, Flickr, CC

In der Kolumne zum Donnerstag berichten Exponenten der Branche über das, was sie bewegt. Heute beschäftigt sich Franziska Bürki, Geschäftsführerin von Entwicklung Schweiz, mit der Umsetzung der Klima- und Nachhaltigkeitsziele.

Schreibmaschine Kolumne Symbolbild

Quelle: libertyslens, Flickr, CC

Schreibmaschine, Schmuckbild.

Die Regierung und die Politik suchen nach der Ablehnung des CO2-Gesetzes an der Urne nach Wegen, um als Land trotzdem etwas zur Zielerreichung des Pariser Abkommens beitragen zu können. Die Ideen dazu sind vielfältig.

Die Emissionsreduktion ist komplex und hängt von mehreren Faktoren ab. Gute Lösungen dürfen nicht nur in der Gesetzgebung gesucht werden und mit einer schier unüberschaubaren Vielfalt von Labels vordefiniert werden. Gute Lösungen ergeben sich häufig durch gemeinsame Ideen und durch Innovation. Ich will nicht behaupten, es ginge gänzlich ohne Regulierung, aber die Potenziale der Fachleute und der Wirtschaft verdienen ebenfalls grosse Aufmerksamkeit.

Private und öffentliche Bauherren schreiben dem Thema Klima und generell der Nachhaltigkeit grosses Gewicht zu. In der Finanz- und Immobilienbranche wird die Nachhaltigkeit von Anlagen anhand der sogenannten «ESG-Kriterien» (Environmental Social Governance) bewertet. In der Praxis stellt sich konkret die Frage, wie die Verantwortung gemeinsam wahrgenommen werden kann und welche Massnahmen zur Erreichung der Klima- und Nachhaltigkeitsziele beitragen können.

Der Weg zum Ziel ist vielfältig. Welcher Weg beschritten werden soll, sollte nicht im Voraus bestimmt werden durch zu viele Detailvorgaben. Der Spielraum für die Beeinflussung eines Bauprojekts ist umso grösser, je früher der Hebel am richtigen Ort angesetzt werden kann. Gerade in der frühen Entwicklungsphase, in welcher die Ziele und die Nutzerbedürfnisse definiert werden, ist die Hebelwirkung auf den gesamten Lebenszyklus des Objektes am grössten – also auch auf die jahrzehntelange Betriebsphase, in welcher heute noch besonders viel CO2 emittiert wird. Der frühe Einfluss auf spätere Emissionen ist essenziell. In der Betriebsphase selbst gilt es dann, die Betriebs-Emissionsziele durch die richtige Anwendung der Installationen auch wirklich erreichen zu können.

Die beteiligten Projekt-Partner sind in der Lage, gemeinsam Ansätze und Lösungswege zu finden, die zum Ziel führen. Dies gilt auch für die spezifischen Klima-Ziele eines Gebäudes, Quartiers oder Areals. Damit dieses Potenzial ausgeschöpft werden kann, ist eine frühe Zusammenarbeit unverzichtbar. Es ist wichtig, früh eine gesamtheitliche Projektbetrachtung und integriertes Know-how sicherzustellen.

Gesamtleister können dem Bauherrn von der Entwicklung bis hin zur Ausführung eine frühzeitige und professionelle Beratung und Koordination aus einer Hand gewährleisten. Ein Gesamtleister ist der Herausforderung der hohen Komplexität gewachsen und kann die vielfältigen Anforderungen und Interessen von Beginn an in die Lösungsfindung miteinbeziehen. In einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit sind alle am Bauvorhaben Beteiligten hoch motiviert, die gemeinsamen Ziele zu erreichen und das Projekt erfolgreich zu realisieren.

Geschrieben von

Geschäftsführerin von Entwicklung Schweiz

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