Kantonsspital-Neubau in Aarau kostet 563 Millionen

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Kantonsspital-Neubau in Aarau kostet 563 Millionen

Das Kantonsspital Aarau hat den Werkvertrag für den geplanten Neubau des Spitals unterzeichnet. Der Bau kostet 563 Millionen Franken - 30 Millionen Franken weniger als zunächst geplant.

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KSA

So soll der Spital-Neubau in Aarau aussehen.

Mit der Unterzeichnung des Werkvertrages mit dem Gesamtleistungsanbieter Arge «Dreiklang» stünden «die Zeichen für den Start zum Neubau des Kantonsspitals auf Grün», schreibt die Kantonsspital Aarau AG, die im Besitz des Kantons ist. Als nächsten Schritt will das Kantonsspital Aarau (KSA) das Baugesuch einreichen. Viereinhalb Jahre nach erfolgtem Spatenstich soll das neue Kantonsspital in Betrieb gehen. Die Baukosten wurden durch Optimierungen um 30 Millionen Franken auf 563 Millionen Franken reduziert.

Eine externe Überprüfung des Businessplans des KSA bestätigte die finanzielle Tragbarkeit des Neubauvorhabens. Der Regierungsrat nahm nach eigenen Angaben Kenntnis von diesem Ergebnis. Man habe sich «intensiv und kritisch» mit dem Neubau des Kantonsspitals auseinandergesetzt.

Zweistufiges Wettbewerbsverfahren

Das Projekt «Dreiklang» ist aus dem zweistufigen Wettbewerbsverfahren als Sieger hervorgegangen. Gesamtleistungsanbieter ist die Arbeitsgemeinschaft Marti Gesamtleistungen AG, BAM Swiss AG und BAM Deutschland AG. Als Architektengemeinschaft sind die Burckhardt + Partner AG und Wörner Traxler Richter verantwortlich.

Das Projekt sieht eine komplette Neuanordnung der heutigen Kliniken in einem zentralen Neubau vor. Geplant ist ein 148 Meter langer, 126 Meter breiter und 46 Meter hoher Kubus mit einer Nutzfläche von 53 500 Quadratmetern. Mit dem Neubau, der östlich des heutigen Haupttrakts zu stehen kommt, verschwindet der grösste Teil der 46 bisherigen Gebäude. Das neue Kantonsspital wird 472 stationäre Betten, 130 tagesklinische Plätze und 18 Operationssäle umfassen.

Finanzierung ohne Kantonsdarlehen

Die Planung, Finanzierung und Umsetzung des Neubauprojekts liegt in der Verantwortung des KSA-Verwaltungsrats. Der zusätzliche Finanzierungsbedarf soll über private Anleihen am Kapitalmarkt und Privatplatzierungen gedeckt werden. Aufgrund der guten Finanzierungskonditionen verzichtet das KSA auf ein Kantonsdarlehen für das Neubauvorhaben (sda/bb)