Kandidaten aus der Baubranche: Franco Albanese im Interview

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Franco Albanese, SVP, ZH, neu, Mitglied GL und VR Albanese Baumaterialien AG.
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Franco Albanese, SVP, ZH, neu, Mitglied GL und VR Albanese Baumaterialien AG.

Was wollen Sie im Bundeshaus für die Bauwirtschaft erreichen?

Franco Albanese: Ich will für unsere unternehmerischen Freiheiten anpacken, wenn es zum Beispiel um die Vermeidung von missbräuchlichen Einsprachen und Rekursen oder den Abbau von überflüssigen Bauhürden geht. Ich will aber auch eine Abwendung vom Qualitätsverfall des Schweizer Handwerks und deshalb eine höhere Verlässlichkeit des Preis-Leistungs-Verhältnisses als honorierbares Zuschlagskriterium bei öffentlichen Vergaben.

Welchen politischen Schwerpunktthemen möchten Sie sich in Bern widmen?

Es ist essenziell, dass der Staat unseren Betrieben nicht immer mehr regulatorische Hindernisse und bürokratische Lasten aufzwingt. Dabei liegen mir die Stärkung und der Erhalt des Werkplatzes Schweiz mit seinen attraktiven Ausbildungsmöglichkeiten als unerlässliche Investition in die Zukunft besonders am Herzen.

Sehen Sie in der Digitalisierung eine Chance oder eine Gefahr für die Bauwirtschaft?

Im Zusammenhang mit der Digitalisierung ist ein bedachter Umgang mit neuen Technologien zu favorisieren, um sich gegen neue Gefahrenquellen von Beginn an abzusichern. Wenn man dies beachtet, kann man von vielen neuen Chancen profitieren.

Welchen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz können Sie als Vertreter der Bauwirtschaft in der Politik leisten?

Indem das politische Augenmerk auf die marktwirtschaftliche Innovationskraft gelenkt wird und die erforderlichen Ressourcen für Forschung und Entwicklung bereitgestellt werden. Deshalb brauchen wir eine kompetitive Finanzpolitik und einen investitionsfreundlichen Eigentumsschutz. Ich werde demnach für positive Anreize, aber gegen Verbote, sinnlose Regulierungen und höhere Gebühren kämpfen.

Wie kann die Politik dazu beitragen, dass die Verdichtung breitere Akzeptanz in der Bevölkerung findet?

Ich werde mich für die Deregulierung und für die notwendigen Rahmenbedingungen einer marktkonformen Umsetzung der inneren Verdichtung engagieren. Die Bauwirtschaft kann auch hier ihre Innovationskraft einsetzen und für architektonisch wie bautechnologisch attraktive Lösungen für akzeptable Verdichtungsformen sorgen.

Bauleute an Eidgenössischen Wahlen 2019

Am 20. Oktober wählt die Schweiz ein neues Parlament. Um einen Sitz im Bundeshaus bewerben sich auch einige Kandidatinnen und Kandidaten aus der Bauwirtschaft. Seit den letzten Wahlen ist die Branche in Bern schwach vertreten. Der Baumeisterverband will das ändern.

Weitere Informationen im Artikel «Eidgenössische Wahlen: Bauleute drängen ins Bundeshaus» oder in unserem Sammeldossier «Parlamentswahlen 2019: Bauleute steigen ins Rennen ».