10:10 BAUBRANCHE

Industriegebiet in Münchenstein soll zu grünem Wohnquartier werden

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In Münchenstein BL soll südlich des Bahnhofs ein vielfältiges und grünes Quartier entstehen. Geplant sind zwölf Gebäude mit insgesamt 400 Wohnungen für ein breites Publikum.

Münchenstein VanBaerle-Areal grünes Wohnquartier

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Visualisierung der geplanten Wohnüberbauung in Münchenstein.

Auf dem ehemaligen Industrieareal der VanBaerle AG in der Baselbieter Agglomerationsgemeinde Münchenstein sollen neue Wohnbauten aus dem Boden wachsen. Nach dem Abschluss des zweistufigen Architekturwettbewerbs wurde in den vergangenen zwei Jahren der Quartierplan ausgearbeitet, wie die Gemeinde Münchenstein mitteilt. Dieser Sondernutzungsplan wird jetzt in das öffentliche Mitwirkungsverfahren geschickt.

Auf dem südlich des Bahnhofs und östlich der Bahngeleise gelegenen Areal soll ein vielfältiges und grünes Wohnquartier entstehen. Die Projekte der Architekturbüros Jessenvollenweider und HHF aus Basel sowie GWJ aus Bern sehen eine Bebauung mit zwölf Gebäudekörpern mit unterschiedlichen Typologien vor. Insgesamt entstehen rund 400 Wohnungen, mit denen ein breites Publikum angesprochen werden soll.

Gemeinnützige Wohnungen vorgesehen

Mit dem Bau von gemeinnützigen Wohnungen werde zudem auf ein politisches und gesellschaftliches Anliegen eingegangen, schreibt die Gemeinde. Ergänzt werden diese unterschiedlichen Wohnnutzungen durch kleine Flächen für Verkauf, Gastronomie und Kleingewerbe sowie weitere quartierdienliche Nutzungen. Erhalten bleibt die aus der Gründerzeit stammende Gebäudezeile an der Schützenmattstrasse.

Besondere Beachtung sei der Gestaltung der Grün- und Freiräume geschenkt worden, heisst es weiter. Die Freiraumkonzepte der Landschaftsarchitekten Stauffer Rösch und Bryum aus Basel sowie David Bosshard aus Bern versprechen laut der Gemeinde Münchenstein eine hohe Aufenthaltsqualität.

Auf einem Teil der Gebäude seien intensiv begrünte Dachterrassen vorgesehen, auf anderen «Urban Gardening» zur Selbstversorgung der Bewohnerinnen und Bewohner. Die übrigen Dachflächen der Neubauten werden extensiv begrünt, wobei auch Photovoltaikanlagen zur Stromproduktion geplant sind. Überdies werden einige Fassaden begrünt.

«Grosszügige Veloparkings», aber wenig Parkplätze

Wegen des sich verändernden Mobilitätsverhaltens werden «grosszügige Veloparkings» erstellt. Mit gezielten Mobilitätsmassnahmen soll der Autoverkehr minimiert werden. Dementsprechend wurde auch die Anzahl der grösstenteils unterirdischen Parkplätze für Autos reduziert. (mgt)

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