10:11 BAUBRANCHE

Ideenwettbewerb für Urserntal zeigt Rolle von Göschenen bei Verkehr

Teaserbild-Quelle: Bernd Scholl, ARE

Im Ideenwettbewerb für die Tourismusentwicklung im Urserntal liegen erste Erkenntnisse liegen vor. Sie zeigen etwa auf, dass die Gemeinde Göschenen als Verkehrsdrehscheibe sehr wichtig ist.

Andermatt Blick ins Urserntal

Quelle: Bernd Scholl, ARE

Blick auf Andermatt und das Urserntal.

Das touristische Grossprojekt in Andermatt habe «eine einzigartige räumliche und wirtschaftliche Dynamik ausgelöst», schreibt die Urner Justizdirektion in einer Medienmitteilung. Anfangs Jahr hat der Regierungsrat zusammen mit den vier Gemeinden Andermatt, Göschenen, Hospental und Realp sowie den beiden Korporationen Ursern und Uri einen Ideenwettbewerb für die Tourismusentwicklung im Urserntal bis ins Jahr 2040 gestartet.

Die drei beauftragten Planungsteams haben jetzt laut der Mitteilung ihre Vorschläge präsentiert. Ziel des Wettbewerbs sei es, dass sich Gemeinden, Kanton, Korporationen und weitere Akteure über Gemeindegrenzen hinweg mit der langfristigen Entwicklung der Tourismusregion Urserntal auseinandersetzen.

Bessere Umsteigebeziehung zwischen Bahnen und Bus

In Göschenen gelte es, die Umsteigebeziehung zwischen den Bahnen und dem Bus zu verbessern und eine möglichst direkte Anbindung ins Ski- und Wandergebiet mit einer Seilbahn zum Gütsch sicherzustellen. Andermatt dagegen sei ein regionales Zentrum mit wichtigen Infrastruktur- und Versorgungseinrichtungen. Neben der Bewältigung des Ortsverkehrs stehe in Andermatt die Verbindung der neu entstandenen Hotel- und Wohnbauten des Feriendorfs Reuss mit dem Dorf im Vordergrund.

In Hospental müsse das Projekt für eine Werkstatt der Matterhorn-Gotthard-Bahn mit der Ortsentwicklung verbunden werden. Realp wiederum könne von einer nachhaltigen Nutzung der Biathlonanlagen profitieren und sich als Ausgangspunkt für den Berg- und Outdoorsport positionieren. In allen vier Gemeinden sind laut der Mitteilung Fragen der Ortsbildentwicklung sorgsam abzuwägen.

Regionale Zusammenarbeit zentral

Der aktuelle Stand der Ideenkonkurrenz zeige deutlich, dass die regionale Zusammenarbeit für die künftige Entwicklung für alle Beteiligten zentral ist, schreibt die Justizdirektion weiter. Dabei komme den einzelnen Gemeinden die wichtigste Rolle zu. Ein Gremium werde die Vorschläge nun beurteilen und den beteiligten Gemeinden, den Korporationen und dem Kanton Empfehlungen zur wünschbaren räumlichen Entwicklung unterbreiten. Wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie werde dies aber erst im Frühling 2021 möglich sein. (mgt/sda)

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