Gebäudelabels: Trägerorganisationen wollen stärker zusammenarbeiten

Teaserbild-Quelle: 8510670, Pixabay-Liznez
Gebäudelabels: Trägerorganisationen wollen stärker zusammenarbeiten

Im Gebäudebereich gibt es unterschiedliche Labels, die von unterschiedlichen Organisation getragen werden. Bei vieren strebt das Bundesamt für Energie (BFE) eine engere Zusammenarbeit an. Dazu haben die Trägerorganisationen eine gemeinsame Absichtserklärung unterschrieben, damit Synergien genutzt und eine hohe Qualität aufrecht erhalten werden kann.

Montage von Solarpanels.
Quelle: 
8510670, Pixabay-Liznez

Wer auf Solarenergie setzt, sorgt zu Hause für mehr nachhaltigen Strom.

Vor rund zwei Jahren veröffentlichte das BFE seine Vision für den Gebäudepark Schweiz 2050: Sie enthält auch die Gebäudelabelfamilie, die aus dem Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK), Minergie, dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) Hochbau und den 2000-Watt-Arealen hervorgegangen ist. Das Programm „EnergieSchweiz“ des BFE war beim Gebäudeenergieausweis und den drei Labels Geburtshelfer, mit ideeller und finanzieller Unterstützung.

Nun wollen der GEAK, Minergie, der SNBS sowie das BFE die Labelfamilie konkretisieren. Wie das BFE mitteilt, sollen die Label einfach und markttauglich sein. Zudem sollen sie eine hohe Qualität bieten, Synergien sollen ausgeschöpft und Doppelspurigkeiten abgebaut werden.  Ende April haben nun die beteiligten Organisationen eine gemeinsame Absichtserklärung zu den Labels unterzeichnet. Sie enthält unter anderem folgende Eckpunkte:

Die Labels sollen

  • ...einen möglichst grossen Beitrag zu den Zielen der Energie- und Klimapolitik sowie der Strategie Nachhaltige Entwicklung leisten.
  • ...stärker nachgefragt und zu selbsttragenden Geschäftsmodellen werden. Die bekannten und erfolgreichen Marken sollen im Markt weitergeführt werden.
  • ...transparent positioniert, klar voneinander abgegrenzt, modular aufgebaut und aus Sicht des Marktes einfach konzipiert sein. Die Berechnungen der Labels sollen harmonisiert erfolgen.
  • ...bezüglich Erbringung der Leistungen koordiniert erfolgen und auf die Marktbedürfnisse abgestimmt sein.
  • ...bezüglich Leistungen wie Administration, Kommunikation und Marketing, Zertifizierung, Qualitätssicherung, Aus- und Weiterbildung im Sinne von gemeinsamen Leistungen erbracht werden.
  • ...die Möglichkeiten der Digitalisierung sollen verstärkt nutzen.

Wie das BFE mitteilt, erhofft man sich von dieser engeren Zusammenarbeit, dass sie die Labels stärkt und so die zu einer höheren Nachfrage auf dem Markt führt. (mai/mgt)

Charta der Gebäudelabels Schweiz: Download hier