Ersatzneubau: Wandel um den Aarauer Bahnhof

Der Aarauerhof auf dem Bahnhofplatz ist 47 Jahre alt. Da das Hotelgebäude keine sinnvolle Aufstockung zulässt, wird es durch einen Neubau mit einer analogen Nutzung ersetzt. Den Wettbewerb für diese städtebaulich spannende Aufgabe gewann das Architekturbüro «:mlzd» aus Biel mit seinem Projekt Mula. 

Aarau ist ein exzellentes Beispiel, wenn man zeigen will, wie sehr Bahnhofsgebiete auch heute in der Schweiz urbanistische Taktgeber und städtebauliche Schwerpunkte sein können. Als es im 19. Jahrhundert darum ging, für Aarau ein Stationsgebäude zu bauen, entschied man sich für eine bisher unbebaute Ebene südwestlich der Altstadt, am Fusse des Stadtbergs, der für die Trasse untertunnelt werden musste. Aus der unmittelbar nördlich verlaufenden Hauptstrasse von Brugg nach Olten wurde in diesem Bereich die Bahnhofstrasse. Sie öffnet sich auf der Höhe der 1858 in Betrieb genommenen Station zum Bahnhofplatz. In dessen Umfeld sind nun zahlreiche der wichtigsten öffentlichen Gebäude der Stadt, etwa die Hauptpost, Banken und Schulhäuser, angesiedelt.

Die bauliche Entwicklung des Gebietes verlief vergleichsweise dynamisch, ein bedeutender Teil der Bausubstanz wurde in den letzten 50 Jahren ersetzt, wiederholt gab es Diskussionen und Pläne zur möglichen Optimierung der städtebaulichen Qualität. Der Aarauerhof an der Nordwestecke des Bahnhofplatzes spielte bei diesen Gedanken und Konzepten immer wieder eine bedeutende Rolle.

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