Energie: Heizen und kühlen mit Seewasser

Der Stadtluzerner Energieversorger EWL will mit Wasser aus der Horwerbucht des Vierwaldstättersees Gebäude in den Luzerner Vorortgemeinden Horw und Kriens heizen und kühlen.

Jetzt sind die ersten Bagger für die neue See-Energieanlage aufgefahren. Diese werde im Endausbau rund 6800 Haushalte mit Wärme und Kälte versorgen, schreibt EWL in einer Medienmitteilung. Das entspreche einer Energiemenge von 55 Gigawattstunden im Jahr. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf rund 95 Millionen Franken.

Künftig wird eine Wasserpumpe das Seewasser in eine Energiezentrale befördern. Dort wird die Wärme durch einen Wärmetauscher an ein separates Energienetz übergeben. Das in den See zurückfliessende Wasser sei für das Ökosystem See unbedenklich, betont EWL. Im Sommer wärmt die Anlage, im Winter leiste sie das Gegenteil.

Anfang April hatte die Luzerner Regierung der Seenergy Luzern AG, an der EWL und drei Privatleute beteiligt sind, eine Konzession zur Nutzung von Wasser aus dem Vierwaldstättersee zu thermischen Zwecken sowie die nötigen kantonalen Bewilligungen für den Neubau der See-Energiezentrale erteilt.

Nun sind die Arbeiten an der See-Energiezentrale beim Sportplatz Seefeld in Horw sowie an den beiden Hauptverteilungen in Gang. Der Bau der Seeleitung vom Horwer Seebecken zur Zentrale erfolgt ab November. Die Bauarbeiten für die erste Phase der Erschliessung dauern voraussichtlich bis September 2020. Dann erfolgt die erste Wärmelieferung. (sda)

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