Energie: Alte Talsperre bei Grimsel bleibt stehen

Im Juni beginnt auf der Berner Seite des Grimselpasses der Bau einer neuen, 113 Meter hohen Staumauer. Die Kraftwerke Oberhasli (KWO)AG ersetzen damit eine bestehende Talsperre aus dem Jahr 1932, die irreversible Verformungen aufweist. 

Investiert werden rund 125 Millionen Franken, wie das Unternehmen mitteilt. Die KWO AG gehört zur Hälfte der BKW AG und zu je einem Sechstel Energie Wasser Bern, den Elektrizitätswerken der Stadt Zürich und den Industriellen Werken Basel.

Die neue Staumauer wird den Namen Spitallammsperre tragen – wie jene, die ersetzt werden muss. Diese wird nicht etwa abgebrochen, sondern stehen gelassen. Die neue, doppelt gekrümmte Bogenstaumauer wird unmittelbar vor der bestehenden Mauer erstellt. Es sei wirtschaftlich und technisch besser, eine neue Mauer hochzuziehen und die alte stehen zu lassen, als letztere teilweise abzubrechen und zu sanieren, erklärt die KWO AG.

Das neue Bauwerk biete die Möglichkeit, in einer späteren Phase zur Vergrösserung des Grimselsees erhöht werden zu können. Ein Stollen neben der alten Mauer wird künftig dafür sorgen, dass auf beiden Seiten der alten Spitallammsperre das Wasser gleich hoch steht. Die Bauarbeiten dürften sechs Jahre dauern. Sie finden vor allem in den Sommermonaten statt.

Der Baukonzern Implenia hat zusammen mit der Frutiger AG und der Ghelma AG Baubetriebe den Auftrag erhalten, die neue Staumauer zu bauen. Die Federführung liegt bei der Frutiger AG. Implenia sei mit 42,5 Prozent an der Arbeitsgemeinschaft Arge Grimsel beteiligt, teilt der grösste Schweizer Baukonzern mit.

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