11:04 BAUBRANCHE

Buchtipp: Neue Rezepturen für Infraleichtbeton

Teaserbild-Quelle: Alexander Blumhoff, Berlin

Infraleichtbeton ist ein neuartiges monolithisches Material, das gleichzeitig gute Trag-und Dämmeigenschaften besitzt. Es eröffnet dem ressourcensparenden Bauen und der anspruchsvollen Gestalten neue Horizonte. Nach einem Forschungsprojekt wurde nun ein Leitfaden erstellt.

Infraleichtbeton

Quelle: Matthias Richter – Formkoalition

Der Beton des im Jahr 2016 fertiggestellten Einfamilienhauses in Aiterbach hat eine Trockenrohdichte von 725 Kilogramm pro Kubikmeter.

Bauten sind stofflich. Von ihren Materialien hängt es ab, ob sie stehen oder fallen, ob sie rinnen oder den Launen des Wetters widerstehen, ob sie sich von Wärme und Kälte durchdringen lassen oder verschiedene Klimazonen beharrlich trennen.

An der Technischen Universität (TU) Berlin forscht man seit 2006 über Infraleichtbeton (ILC). Darunter versteht man dort einen Beton mit einer Trockenrohdichte, die niedriger ist als 800 Kilogramm pro Kubikmeter. Er ist nicht porös, infraleicht machen ihn Zuschlagstoffe, wie Blähton oder -schiefer, rezykliertes Schaumglas oder, als nicht vorverarbeitete Alternative, Bimsstein.

Er weist einen geringen Zementanteil von rund 250 Kilogramm pro Kubikmeter auf. Zu seiner Herstellung kommt klinkerarmer Zement (CEM III B) zum Einsatz. Aufgrund von schneller Carbonatisierung verfügt dieser Beton über einen reduzierten  CO2-Fussabdruck.

Die ILC-Forschung wurde in der Hoffnung angestossen, um eine neue Art des monolithischen und somit einfachen Bauens zu ermöglichen, ohne komplizierte Anschlüsse und Details, ohne zusätzliche Wärmedämmung, bei gleichzeitiger Gewährleistung eines angenehmen Raumklimas. ILC soll für einen ausreichenden Schallschutz sorgen, dauerhaft und gleichzeitig rezyklierbar sein.

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