Bauregion Zürich: Metropole wartet auf neue Megaprojekte

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Die aktuellen grossen Zürcher Bauvorhaben nähern sich der Fertig­stellung, und neue Megaprojekte sind erst in Planung. Vor allem beim Unispital und dem Universitätsgelände werden künftig Milliarden verbaut. 

In Zürich sind die grossen Bauprojekte abgeschlossen oder kurz vor der Fertigstellung: Angefangen beim Milliardenprojekt «The Circle», das Anfang März Aufrichte feierte, aber auch bei der Europaallee, dem Polizei- und Justizzentrum, der Kunsthaus-Erweiterung, der KongresshausSanierung oder dem Andreasturm. Und die ganz grossen neuen Bauvorhaben sind erst in der Planung, so dass die «Neue Zürcher Zeitung» konstatiert, der Stadt kämen «einige politische Dauerbrenner abhanden». Die Bauwirtschaft aber kann sich über einen Mangel an Arbeit nicht beklagen, wie die Statistiken zeigen.

Vorwärts geht es beim Verkehr: So haben zum Beispiel die Vorarbeiten zur Einhausung der Autobahn in Schwamendingen begonnen. Bereits in Arbeit ist auch das neue Eishockey-Stadion in Zürich Altstetten, welches die neue Heimat des Zürcher Schlittschuhklubs ZSC Lions sein wird. Es mutet hier wie ein Wunder an, dass weder gegen den Gestaltungsplan, noch die Umzonung oder die Baubewilligung ein Rekurs erfolgte. In der Saison 2022 / 23 soll der ZSC, der als Titelverteidiger dieses Jahr trotz Startrainer Arno del Curto die Playoffs verpasste, in der neuen Arena spielen, die 12 000 Zuschauern Platz bieten wird und den etwas fantasielosen Namen «Swiss Life Arena» tragen wird.

Ewiger Zankapfel Hardturm

Etwas weniger gut sieht es beim ewigen Zankapfel Hardturmstadion aus: Zwar hat das Stimmvolk kürzlich das bereits dritte Projekt für das Stadion gutgeheissen, doch hier werden die Rekurse nicht ausbleiben. Streitpunkt sind die zwei geplanten 137-Meter-Hochhäuser. Dort werden nach Ansicht der Kritiker vor allem Wohnungen im oberen Preissegment entstehen und damit Rendite für die Investoren generieren, während die Stadt vor allem dringend günstigen Wohnraum benötigen würde. Eine weitere Volksabstimmung zum Dauerbrenner Hardturm scheint unvermeidlich. Seit nunmehr 40 Jahren ringt die Stadt hingegen um einen Plan für das beim Bahnhof gelegene Kasernenareal, das im Besitz des Kantons ist und zurzeit lediglich temporär von Zirkuszelten genutzt werden kann. Doch nun ist klar: Der bestehende Kasernenbau wird zum Schulhaus umfunktioniert, die Zeughäuser werden im Baurecht an die Stadt abgegeben, für «kleinflächige und quartiernahe Nutzungen». Indes weiss niemand, wie diese aussehen sollen. Prompt hat der Kantonsrat die ersten Pläne der Stadt abgelehnt, womit die aktuelle Zwischennutzung bis auf weiteres bestehen bleiben dürfte.

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