09:10 BAUBRANCHE

Bauregion Thurgau und Schaffhausen: Bauboom im Thurgau

Geschrieben von: Stefan Breitenmoser (bre)
Teaserbild-Quelle: Ivo Scholz / Thurgau Tourismus

Im Thurgau bewegen sich die Baugesuche auf einem so hohen Niveau, dass die Bauverwaltungen um Wartezeit bitten. Derweil wird in vielen Gemeinden über neue Bahnhöfe und Dorfzentren diskutiert. Im Kanton Schaffhausen ist insbesondere in Neuhausen einiges los, auch wenn dort die Bevölkerung eher schrumpft.

Ostschweiz_TG_SH_5

Quelle: Karin Stei

Als der Einkaufstourismus umgekehrt lief, war die so genannte Kreuzlinger Schwaben-Migros ein Magnet für deutsche Konsumenten. Nach zehnjährigem Dornröschenschlaf wird das Gebäude unter dem Projektnamen «Midori» momentan saniert. Geschäfte und Büros sollen ab Herbst 2021 und Wohnungen ab März 2022 bezugsfertig sein.

Wer «Bauboom Thurgau» googelt, wird schnell auf einen Artikel der «Frauenfelder Nachrichten» mit dem Titel «Bauboom im Thurgau: Der Peak ist überschritten» stossen. Nur stammt dieser Artikel aus dem Jahr 2017 und zurzeit ist ein Zenit, zumindest was den Wohnbau betrifft, kaum absehbar. So stellte der Kreuzlinger Bauminister Ernst Zülle erst im Juni dieses Jahr gegenüber der «Thurgauer Zeitung» fest: «Der Bauboom dauert an.»

Denn die Zahl der Baugesuche steige markant, von 206 Gesuchen 2019 auf 236 im Vorjahr, und im ersten Halbjahr 2021 seien es schon 150 Baugesuche gewesen. Als Gründe dafür nennt Zülle die hohe Lebensqualität am See oder auch die günstige Lage nahe Konstanz. «Diese Qualität kennen auch die Investoren. Ab und zu staune ich, wie bei Bauprojekten trotz teils hoher Preise sofort alle Wohnungen verkauft werden können», so Zülle.

«Eine Flut von Baugesuchen» im 2021

Doch nicht nur in Kreuzlingen ist die Bauverwaltung eher über- als unterlastet. «Wir haben derzeit eine Flut von Bau-gesuchen zu bewältigen», meint Martin Belz, Bauamtchef in Weinfelden, gegenüber der «Thurgauer Zeitung». Verglichen mit den Vorjahren seien die Baugesuche in diesem Jahr förmlich explodiert, wobei es nicht nur um Neubauten gehe.

«Im Bereich der Bauvorhaben mit grossen Volumen hatten wir schon in den Vorjahren ein hohes Niveau. Viel mehr als sonst sind es bei Umgebungsarbeiten und der Wärmeerzeugung», so Belz. Diese Gesuchsflut ist im ganzen Kanton zu spüren, weshalb man beim kantonalen Departement für Bau und Umwelt bereits auf der personellen Seite reagiert hat.

«Verglichen mit den Vorjahren verzeichnen wir ein Plus von 30 Prozent», so Kantonsplanerin Andrea Näf. Deshalb komme es vereinzelt zu Verzögerungen. In Kreuzlingen rechnet man gar mit sechs Monaten Wartezeit.

Ab hier ist dieser Artikel nur noch für Abonnenten vollständig verfügbar.

Jetzt einloggen

Sie sind noch nicht Abonnent? Übersicht Abonnemente

Geschrieben von

Freier Mitarbeiter für das Baublatt.

Auch interessant

Anzeige

Dossier

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten
© James Sullivan, unsplash

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten

Dieses Dossier enthält die Artikel aus den letzten Baublatt-Ausgaben sowie Geschichten, die exklusiv auf baublatt.ch erscheinen. Dabei geht es unter anderem um die Baukonjunktur, neue Bauverfahren, Erkenntnisse aus der Forschung, aktuelle Bauprojekte oder um besonders interessante Baustellen.

Bauaufträge

Alle Bauaufträge

Newsletter abonnieren

Mit dem Baublatt-Newsletter erhalten Sie regelmässig relevante, unabhängige News zu aktuellen Themen der Baubranche.