Bauregion: Projekte im Kanton Aargau

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Entlastung für ein geplagtes Dorf

Anfang März begannen die Hauptarbeiten für die Südwestumfahrung Sins, die bis 2023 dauern. In der Gemeinde treffen die Nord-Süd-Hauptverkehrsachsen des Bünzund Reusstals zusammen, weshalb sie massiv unter dem Durchgangsverkehr leidet. Das nun begonnene Projekt besteht neben der eigentlichen, rund 1000 Meter langen Umfahrung aus einem 912 Meter langen Tunnel und einer 67 Meter langen Brücke über das Bachtal. Die Gesamtkosten betragen 88,4 Millionen Franken, wovon die Gemeinde selber knapp 10 Millionen übernehmen muss. Gemessen an der daraus folgenden Verkehrsentlastung ein Preis, den die Bürger von Sins gerne zu zahlen bereit sind

Noch ein Neubau beim Bahnhof Aarau

Vor wenigen Monaten wurde der neue Bahnhof Aarau durch den Stararchitekten Theo Hotz erweitert; ein Projekt, das analog zur bahntechnischen Absurdität den Namen «Gleis 0» erhielt. Aarau ist vermutlich der einzige Bahnhof weltweit, der tatsächlich ein solchermassen numeriertes Gleis besitzt. Nun wird auch auf der Südseite des Bahnhofs gebaut: Ein Baukonsortium der Aargau Verkehr AG und der Metro Immobilien erstellt einen neuen Komplex, der im Untergrund Ladenflächen, darüber die Bahnleit- und Verkaufsstelle und in den Obergeschossen Büros und Wohnungen enthält. Dazu werden auch zwei Gleisanlagen verlängert und Parkmöglichkeiten geschaffen. Die Inbetriebnahme des Neubaus, dessen Baubeginn im April erfolgt, wird für 2022 erwartet.

Baustart für «Pont Neuf» in wenigen Wochen

Mit einer Verzögerung von rund zwei Jahren kann der Ersatz der in die Jahre gekommenen Kettenbrücke in Angriff genommen werden. Die stark befahrene, 65 Jahre alte Brücke verbindet die Aarauer Altstadt mit Küttigen und ist weit und breit die einzige Möglichkeit zur Überquerung der Aare für alle Verkehrsteilnehmer. Die Vorarbeiten für den «Pont Neuf» haben bereits begonnen. Sie beinhalten auch den Bau einer provisorischen Hilfsbrücke, da es keine Umfahrungsmöglichkeit gibt und mehrere Buslinien die Querung benötigen. Ende 2020 soll das 33-Millionen-Projekt fertiggestellt sein.

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