Bauregion Bern: Kanton behauptet sich dank guter Konjunktur

Teaserbild-Quelle: KWO

Bern hat sich im letzten Jahr gut entwickelt. Grossprojekte im Hochbau betreffen das Gesundheitswesen und die Bildung, aber auch die Industrie. Die Umsetzung des Richtplans bietet wenig Anlass zu Diskussionen. Die Achse Thun-Bern-Biel bleibt der Wachstumsmotor der grössten Bauregion der Schweiz. Doch wird der Kanton mit weniger Geld aus dem Finanzausgleich rechnen müssen.

Unser Berner Werk führt Projekte vorbildlich durch. Wir haben Mitarbeitende von hier in unsere Fabriken ins Ausland geschickt, damit dort von Bern gelernt werden kann», sagte Paul Perreault, Chef des australischen CLS-Konzerns, als er beim Besuch den Stand der Bauarbeiten für die Erweiterung des Werks in Bern-Wankdorf überprüfte. 

Das grösste Tochterunternehmen CSL Behring erstellt dort bis Ende 2020 für 250 Millionen Franken ein neues Gebäude samt Produktionsanlagen. Evaluiert als Standort wurden auch Irland und Singapur, die finanziell sehr gute Angebote gemacht hätten. Bei der Wahl eines Standorts gehe es aber um eine Gesamtbetrachtung wie die Loyalität der Mitarbeitender. «Diese Stabilität ist gut für uns», betonte Perreault im Interview mit der Zeitung «Der Bund». Die Chancen stünden gut, dass in Bern weiter investiert werde. «Die grösste Schwierigkeit ist es immer, neues Bauland zu finden», schränkt CEO Perreault gegenüber dem «Bieler Tagblatt» ein, und lobt die Zusammenarbeit mit den Berner Behörden. Im bernischen Lengnau hat der Konzern bereits eine Milliarde Franken in eine Biotechfabrik für die Herstellung von Medikamenten investiert. 

Die Westinghouse Air Brake Company (Wabco) verlegt ihren Hauptsitz von Brüssel nach Bern. Das vor 150 Jahren gegründete Unternehmen stellt unter anderem Bremssysteme für Nutzfahrzeuge her. Vorerst ziehen 40 Mitarbeiter nach Bern um. Geplant sei später der Aufbau eines Technologiezentrums für Forschung und Entwicklung des autonomen Fahrens. Die Rede ist von 100 bis 200 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Für den an der New Yorker Börse gelisteten Konzern war bei der Sitzverlegung dem Vernehmen nach vor allem die Nähe zur Berner Fachhochschule sowie zu Industriepartnern entscheidend. 

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