Bauhauptgewerbe: Mit positiven Vorzeichen ins 2019

Bauhauptgewerbe: Mit positiven Vorzeichen ins 2019

Teaserbild-Quelle: Manuela Talenta

Der Umsatz des Bauhauptgewerbes im ersten Quartal diesen Jahres wurde von heterogenen Entwicklungen geprägt. Während der Hochbau seine Bautätigkeit auf 2.2 Milliarden Franken steigern konnte (+4.7% gegenüber dem 1. Quartal 2018), ging sie im Tiefbau auf 1.9 Milliarden zurück (-7.7%). Dies zeigt der Bauindex der Credit Suisse und des SBV.

Baustelle in Thalwil, Symbolbild.
Quelle: 
Pascale Boschung

Baustelle in Thalwil, Symbolbild.

Insgesamt blieb der Umsatz im Bauhauptgewerbe mit -1.3% relativ stabil. Ansteigende Auftragseingänge, ein hoher Arbeitsvorrat und die steigende Beschäftigungszahl weisen darauf hin, dass sich der Umsatz im Gesamtjahr 2019 auf dem hohen Niveau der beiden Vorjahre halten dürfte. Dies geht aus der neusten Quartalsstatistik des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV) sowie aus dem gemeinsamen Bauindex der Credit Suisse und des SBV hervor.

Hochbau überraschend stark

Der Wohnungsbau ist stärker als erwartet ins 2019 gestartet. Der Umsatz ging in diesem Segment auf hohem Niveau lediglich um 0.5% zurück. Aufs Jahr 2019 prognostiziert, wird die Anzahl der neugebauten Wohnungen nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Besonders kräftig mit 13% beziehungsweise 12% sind der Wirtschaftsbau und der öffentliche Hochbau gewachsen. Der gestiegene Arbeitsvorrat im Hochbau stimmt auch für das zweite Quartal optimistisch.

Tiefbau mit Knick

Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahresquartal sowohl im privaten Tiefbau (-14%) als auch im öffentlichen Tiefbau (-5%) zurückgegangen. Da der öffentliche Tiefbau wesentlich grösser ist als der private, liegt der Rückgang in beiden Segmenten jeweils bei 75 bis 80 Mio. Franken. Mittelfristig sind die Aussichten jedoch positiv. Die Auftragseingänge sind um fast 30% angestiegen. Auch die Arbeitsvorräte konnten um über 10% aufgestockt werden. Hinsichtlich des zweiten Quartals planen die Tiefbauunternehmen Bauvorhaben in Höhe von 2.4 Mrd. Franken (+4.5%).

Der Baumeisterverband zeigt sich über den grossen Arbeitsvorrat erfreut. Diese Entwicklung spiegle sich auch in der Zunahme des beschäftigten Personals von 5.6% auf über 74‘000 Vollzeitbeschäftigte. Aber genauso wichtig sei es, die Aufträge abzuarbeiten. So wurden im Tiefbau eigentlich bereits im ersten Quartal 2019 Umsatzsteigerungen erwartet, schreibt der Verband. Für das Gesamtjahr 2019 erwartet der SBV insgesamt einen Umsatz von über 20 Mrd. Franken. (mgt/pb)

Die detaillierte Auswertung gibt es unter:
baumeister.ch