Archilyse: Digitale Qualitätskontrolle für Grundrisse

Teaserbild-Quelle: Archilyse AG
Archilyse

Das ETH-Spin-Off Archilyse hat ein digitales Angebot entwickelt, das Eigenschaften von Bauwerken breit erfasst und verarbeitet. Ziel ist es, die Qualität von Grundrissen an spezifischen Standorten vergleichbar zu machen. Die Idee könnte Standards setzen. Besonders attraktiv ist sie für die Immobilienbranche.

Mit digitalen Hilfsmitteln kann man sowohl Maschinen als auch Lebewesen auf Herz und Nieren prüfen. Der Computer wird ihren Gesundheitszustand oder ihre Fitness anschliessend detailliert kommentieren und gegebenenfalls einen Handlungsbedarf ausweisen. Weshalb sollte das nicht auch bei bestehender oder geplanter Architektur möglich sein?

Das muss in etwa die Fragestellung gewesen sein, mit der Matthias Standfest seine Forschungstätigkeit startete, die schliesslich zur Gründung des ETH Spin-Off Archilyse führte. Nach Studien der Philosophie und der Architektur verfasste der ursprünglich als Maschinenbauer ausgebildete Österreicher an der ETH Zürich seine Doktorarbeit. Gegenstand der Arbeit war die allgemeingültige Bemessung von Architektur mit maschinellem Lernen. Im Kern ging es auch Algorithmen, welche in der 2017 gegründeten Archilyse AG weiterentwickelt werden und für Anwendungen in der Praxis zur Verfügung steht. 

Das Jungunternehmen, in dessen Logo sich zwei über Eck angedeutete Hochhäuser in eine DNA-Doppelhelix verwandeln, ist im ETH-Flügel «Einstein» des Technoparks in Zürich-West untergekommen. Standfest und acht Mitarbeitende feilen am Ende des Korridors in zwei Büroeinheiten am digitalen Angebot und bearbeiten Kundenaufträge. Archilyse kann sich nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beklagen. Offenbar trifft das Angebot den Nerv der Zeit. Wichtige Geldgeber sind an Bord, zu den Kunden gehören grosse Player am hiesigen Immobilienmarkt.

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Freier Mitarbeiter für das Baublatt.