15. März - Tag der Ingenieurinnen und Ingenieure: Hinter Math-Dealer stand usic

Mit dem Service Math-Dealer sollten Mädchen die Hausaufgaben von Jungs lösen und damit Geld verdienen. Auf den Plakaten prangten Sprüche wie: «Jungs, kein Bock auf Mathe-Aufgaben? Bezahlt einfach Mädels dafür.» Das Angebot sorgte für eine Debatte über Geschlechterstereotypen – und entpuppte sich als Fake.

In den Tagen vor dem ersten Tag der Ingenieurinnen und Ingenieure sorgte der OnlineService Math-Dealer und dessen geschlechterstereotype Werbekampagne für Kontroversen. Dieser Service und die Website mathdealer.ch waren aber ein Fake. Denn hinter Math-Dealer steckte mit usic die Schweizerische Vereinigung Beratender Ingenieurunternehmungen. Diese wollte mit Math-Dealer auf den Umstand hinweisen, dass es zu wenige Ingenieurinnen gibt. Und dies hängt mit der Beziehung von Mädchen zur Mathematik zusammen. Denn bereits im Primarschulalter ist die Mathematik das weichenstellende Bindeglied zwischen Mädchen und dem Ingenieurberuf.

Viele Ingenieurinnen in arabischen Ländern

In ehemaligen sozialistischen Ländern ist der Anteil an Frauen in MINT-Berufen – also mit starkem Bezug zu Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – deutlich höher als in der Schweiz und auch in arabischen Ländern gibt es in neuster Zeit mehr weibliche MINT-Abschlüsse. In Kuwait gehen beispielsweise 42 Prozent der Ingenieur- und Technologieabschlüsse auf das Konto von Frauen. Eine These dazu ist, dass dort moderne Frauen die Technologie nutzen, um kulturelle Normen «auszustechen» und so die Kultur von innen zu verändern.

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