100 Jahre Wohnbaugenossenschaften Schweiz: «Marktversagen» kritisiert

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Mit rund 400 Gästen haben die Wohnbaugenossenschaften Schweiz in Zürich ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Verbandspräsident Louis Schelbert kritisierte dabei das «krasse Marktversagen» beim Thema Wohnen. Jeder fünfte Einwohner in der Schweiz sei «mit Wohnraum unterversorgt».

Verbandspräsident Louis Schelbert.
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Verbandspräsident Louis Schelbert.

Am 20. September 1919 hatten sich in Olten die ersten Wohnbaugenossenschaften der Schweiz zum «Schweizerischen Verband zur Förderung des Gemeinnützigen Wohnungsbaus» zusammengeschlossen. In einer Zeit grosser Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg setzte er sich zum Ziel, «der wohnbedürftigen Bevölkerung zu gesunden und frohen Heimstätten zu verhelfen». So setzte sich eine Bewegung in Gang, deren Verband heute über 150 000 Wohnungen in der Schweiz vertritt.

Heute sind die Ziele etwas anders. Genossenschaftsprojekte wollen insbesondere einen Beitrag zur gesellschaftlichen Vielfalt leisten, wie die Wohnbaugenossenschaften in einer Mitteilung festhielten. Wirtschaftsminister Guy Parmelin würdigte den wichtigen Beitrag der Wohnbaugenossenschaften «zur gesellschaftlichen Durchmischung und zu lebendigen Städten». (sda)