«Kohle, Koks und Pech» im Gewerbemuseum Winterthur

«Kohle, Koks und Pech» im Gewerbemuseum Winterthur

31. März - 15. September 2019

Torf, Braunkohle und Steinkohle − von der Natur während Millionen von Jahren aus Holz transformiert – sind als fossile Brennstoffe seit langer Zeit bekannt. 

«Forgotten Collection», Herstellung von Birkenpech, 2016.
Quelle: 
© Lapatsch I Unger

«Forgotten Collection», Herstellung von Birkenpech, 2016.

Im Verlaufe der Geschichte gelang es jedoch, diese Rohstoffe zu veredeln, also in hochwertigere Brennmaterialien und künstliche Werkstoffe umzuwandeln. Zu verdanken ist dies raffinierten Verfahren: Während Birkenpech als Klebstoff, Holzkohle zur Eisengewinnung und Russ als Pigment schon seit der Frühzeit bekannt sind, katapultierte die Entwicklung von Koks die Stahlindustrie in die Moderne, Stadtgas beflügelte die Urbanität und die bei der Verkokung gewonnenen Chemikalien ermöglichten die Entwicklung neuer Farb-, Arznei- und Kunststoffe.

Die Sonderpräsentation findet im Rahmen des Material-Archivs statt und vermittelt die Grundlagen zu den Zusammenhängen des schwarzen Energieträgers. Gleichzeitig lotet sie das Potenzial des Materials Kohle für gestalterische Zwecke aus und zeigt aktuelle Arbeiten des Designers Philipp Weber und des Designerinnenduos Lapatsch / Unger, die alle im Kontext der Universität der Künste Berlin entstanden sind.

Sonderpräsentation: «Kohle, Koks und Pech»

31
März
31. März - 15. September 2019

 

Eröffnung:

Samstag, 30. März 2019, 16 Uhr

Begrüssung und Einführung:

Markus Rigert, Co-Leitung Gewerbemuseum Winterthur
Franziska Müller-Reissmann, Inhaltliche Koordination Verein Material-Archiv

Workshop für alle

Sonntag, 1. September 2019, 10–16 Uhr

Experimente mit Bambuskohle

Ein neues Material auf der Basis alten Wissens. Was kann es heute leisten? Was soll, kann, darf, muss daraus entstehen? Die Designerinnen Lapatsch/Unger verraten ihre Rezeptur und führen ein in ihre um-fangreichen Experimente und gestalterischen Entscheidungen rund um ihren neuen Komposit-Werkstoff aus Bambuskohle und Schellack.

Gewerbemuseum Winterthur
Kirchplatz 14
8400 Winterthur
Schweiz