Baumeister Biber

Baumeister Biber

15. September 2011 - 08. Januar 2012
Ortsnamen wie Bibern oder Biberist erinnern daran, dass der grösste Nager Europas einst auch in der Schweiz zu Hause war. Nach seiner Aurottung vor rund 200 Jahren ist der Biber wieder da. Um seine Lebensräume und aber auch um seine kunstvollen Bauten geht es in der aktuellen Ausstellung im Bündner Naturmuseum.
 
flickkerphotos/flickr
 
Der Biber wurde in der Schweiz um 1800 ausgerottet. Sein wertvoller Pelz war gesucht und das Fleisch, das in der Fastenzeit gegessen werden durfte, begehrt. Das Bibergeil, ein Drüsensekret, diente als Wundermedizin gegen viele Krankheiten. Auch als vermeintlichem Fisch- und Krebsfresser ging es dem vegetarisch lebenden Biber an den Kragen. 1958 erfolgte wurde die ersten seiner Art in der Schweiz wieder ausgesetzt, weitere folgten. Heute leben wieder schätzungsweise zwischen 500 und 1000 Biber im Land.

Zwar ist sein ursprünglicher Lebensraum – der Auenwald – rar geworden, aber der Biber fühlt sich auch in Ersatzlebensräumen wohl. Das enge Nebeneinander von Mensch und Biber kann Probleme schaffen, etwa wegen des Fällens von Bäumen, wegen des Unterhöhlens von Strassen oder wegen Schäden in landwirtschaftlichen Kulturen. Mit naturnah gestalteten Uferbereiche, von einer Breite von fünf bis zehn Metern lassen sich solche Schäden bereits reduzieren und nützen dem Biber viel.

Die Ausstellung ist eine Gemeinschaftsproduktion des Kantonsmuseums Thurgau und des Naturmuseums Olten. (mai/mgt)
 
Weitere Informationen: www.naturmuseum.gr.ch
 
 
 
 
 

Bündner Naturmuseum, Chur

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15. September 2011 - 08. Januar 2012