Einst war das Zürcher Seefeld ein gewöhnliches, durchmischtes Wohnquartier. Schliesslich war es verpönt, wegen des Drogenstrichs. In den vergangenen Jahren hat sich viel verändert: Der am rechten Seeufer gelegene Stadtteil avancierte zu einem Luxusquartier. Der Bäcker oder der Lebensmittelladen wichen eleganten Boutiquen und trendigen Bars. Die vielen Gründerzeithäuser werden aufwendig umgebaut, bezahlbare Wohnungen gibt es hier heute immer weniger.
Die Dokumentarfilmerin Karin Bauer zeigt in ihrer Reportage auf, wie sich das Quartier verändert, was die „Yuppisierung“ des Stadtteils für alteingesessene und neue „Seefelder“ bedeutet. Zum Beispiel für den Rentner, dessen Wohnung in der seine Kinder aufwuchsen und in der seine Frau gestorben ist einem Neubau weichen muss. Oder für die Werbetexterin, die sich über ihre 3 500 Franken teure Zweieinhalbzimmer-Wohnung freut. - Neben den Bewohnern kommen Investoren und Politiker zu Wort. Die spannende Dokumentation ist heute in der Reihe „Reporter“ des Schweizer Fernsehens zu sehen. (mai)
"Vertrieben von Zuhause", 7. Oktober, SF1, 22.20 Uhr
Seefeld
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