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Stopp für Solar-Grossprojekt nach Spatenstich

Der Bau einer grossen Fabrik für Photovoltaik-Module in Langenthal wurde gestoppt – nur drei Monate nach dem Spatenstich. Der Bauherr hat Probleme mit der Finanzierung.
 
Vorerst gehen bei der Baustelle der Solar Industrie AG (SIAG) die Lichter aus. Das Unternehmen hatte am 26. Oktober 2011 in Langental damit begonnen, für budgetierte 35 Millionen Franken eine Fabrikanlage zu errichten, welche dereinst Photovoltaik-Standardmodule produzieren soll.
 
Nun musste die SIAG den Bau stoppen, weil Probleme mit der Finanzierung aufgetreten sind. Im Moment fehlen gemäss lokalen Medien rund neun Millionen Franken. Schuld daran sind gemäss Verwaltungsratspräsident Rolf Wägeli negative News aus der deutschen Solarindustrie, so etwa Mitte Dezember 2011 die Meldung, dass der Modulhersteller Solon, ein Unternehmen mit 500 Angestellten, zahlungsunfähig sei.
 

Produktion für den Schweizer Markt

In Langenthal will das Unternehmen auf einem Grundstück von 17'000 Quadratmetern ein Bürogebäude und zwei Produktionhallen von je 30 mal 90 Metern Grösse errichten. In diesen sollen Standardmodule mit einer Leistung von 65 MW für den Schweizer Markt gefertigt werden.
 
Zu den Aktionären der SIAG gehört, mit einem Anteil von zehn Produkt, die Energie Wasser Bern, die mit dieser Investition ihre Position bei den erneuerbaren Energien konsolidieren will.
 
Gemäss Rolf Wägeli will das Unternehmen am Projekt festhalten und gibt sich zuversichtlich, dass eine neue Finanzierung des Projektes zustande kommen werde. Man werde bauen, "aber nicht so schnell wie geplant", wie ihn die Berner Zeitung zitiert. (bk)
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